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Palästina · 1936-04-01 · Heft 4 (April 1936) · p. Seite 192

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 4 (April 1936)
Article
Die Zahlungsbilanz Erez Israels im Jahre 1934
Date
1936-04-01
Page
Seite 192 (sequence 5)
Language
German
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Die Zahlungsbilanz Erez Israels für das Jahr 1934: Aktivposten LP Passivposten LP 4,660.000 14,704.000 Kapitalzufuhr durch Ein- 300.000 12,500.000 Zins- und Amortisationsver¬ Kapitalzufuhr ohne Einpflichtungen ..... 400.000 2,500.000 Auslandsreisen, Versiche¬ Regierungseinnahmen . . . 300.000 rungen, Frachten . . . . 250.000 Auslandsemissionen u. Aus- Unterstützungen, Verschie- 2,500.000 500.000 500.000 8,806.000 1,000.000 1,000.000 Zusammen . . 24,960.000 24,960.000 Davon entfallen auf den jüdischen Wirtschaftssektor schätzungsweise . . . 22,000.000 12,000.000 Trotz des gewaltigen Defizits der Handelsbilanz hat also die Zahlungsbilanz noch immer einen sehr erheblichen Aktivsaldo aufzuweisen, der sich für die Gesamtwirtschaft auf fast 9 Millionen £P, für den jüdischen Sektor allein auf schätzungsweise 10 Millionen £P stellt. Neben der äußeren Zahlungsbilanz zwischen Erez Israel und der übrigen Welt existiert aber noch eine innere Zahlungsbilanz zwischen dem jüdischen und dem arabischen Sektor. Beide Sektoren stehen nur in bedingter Kommunikation miteinander, denn der jüdische wird durch die Marktgesetze der kapitalistischen Wirtschaft beherrscht, der arabische durch Tradition, Bedürfnislosigkeit und vorkapitalistische Ausbeutungsmethoden. Die finanziellen Austauschbeziehungen zwischen beiden Sektoren schließen für den jüdischen Sektor regelmäßig mit einem starken Passivsaldo ab. Was an jüdischem Kapital über den Grundstücksmarkt in arabische Hände gelangt, fließt über den Kapitalmarkt nicht zurück. Es bleibt, soweit es nicht in Gebäuden oder in landwirtschaftlichen und gewerblichen Leistungsverbesserungen investiert wird, nicht nur vom jüdischen, sondern auch vom Standpunkt des ganzen Landes steril. Was davon im arabischen Sektor konsumiert, in Boden angelegt, in Noten und Geld gehortet wird, auf inländischen Bankkonten bleibt, auf ausländische abfließt, wissen wir nicht. Ebensowenig gibt es zuverlässige Anhaltspunkte für die Größenordnungen der inneren Handels- und Zahlungsbilanz. Wir wissen nur, daß die Bodenkäufe aus nicht jüdischer Hand im Jahre 1934 1,647.837 £P betragen haben. Von den Erzeugnissen der Fellachenwirtschaft in Höhe von 3 Millionen £P mögen 1 Million £P von Juden konsumiert worden sein. Die jüdischen Lohnzahlungen an Araber, einschließlich der aus den Nachbarländern zugewanderten, schätzen wir auf 500.000 £P. Unter Berücksichtigung der Gegenposten schließt die innere Zahlungsbilanz für den jüdischen Wirtschaftssektor mit einem Passivsaldo von schätzungsweise 2,500.000 £P ab. Dadurch reduziert sich der Aktivsaldo der äußeren und inneren Zahlungsbilanz des jüdischen Sektors für 1934 auf 7,500.000 £P. An welchen Stellen und in welchen Formen sich dieser Aktivsaldo niedergeschlagen hat, wissen wir umso weniger, als wir nicht unterscheiden können, was von den Bankdepositen, die für Ende 1934 auf 15 Millionen £P geschätzt wurden, auf Einlagen des jüdischen und des nichtjüdischen Sektors entfällt. Man darf sich diesen Aktivsaldo auch gar nicht in der ausschließ-

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