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Palästina · 1936-04-01 · Heft 4 (April 1936) · p. Seite 191

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 4 (April 1936)
Article
Die Zahlungsbilanz Erez Israels im Jahre 1934
Date
1936-04-01
Page
Seite 191 (sequence 4)
Language
German
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wegen uns auch bei diesen Schätzungen auf höchst schwankendem Boden. Die Position schneidet sich mit der Kapitalzufuhr ohne gleichzeitige Einwanderung. Was an privaten Krediten von ausländischen an inländischen Unternehmungen in bar oder in Waren eingeräumt worden ist, entzieht sich völlig der öffentlichen Kenntnis. Wenn wir diese Position für das Jahr 1934 mit 2,500.000 £P einsetzen, so glauben wir sie eher unterals überschätzt zu haben. Zionistische Fonds. Die Einnahmen der verschiedenen zionistischen Fonds setzten sich im Jahre 1934 wie folgt zusammen: LP Keren Hajessod...... ............ 255.800 Keren Kajemeth ................... 207.500 Hadassah...................... 70.000 Wizo........................ 40.000 Ansiedlungsfonds deutscher Juden.......... 92.000 Universität und Technikum ............ 74.000 Zusammen . . 739.300 Davon sind schätzungsweise ins Land geflossen . . . 500.000 Fremdenverkehr. An Touristen sind 1934 in das Land gekommen 91.823, das Land verlassen haben 82.230. Wir schätzen, daß die Touristen 1,00.000 £P im Lande ausgegeben haben. Verschiedenes. Hieher gehören in erster Linie die Zuschüsse für die Institutionen der verschiedenen Konfessionen, die Chalukka, Einnahmen aus Kapitalanlagen im Auslande usw. Wir schätzen die Position, deren ziffernmäßige Zusammensetzung nicht erfaßbar ist, auf 1,000.000 £P. Kapitalausfuhr. Hier haben wir es mit einer Post zu tun, die sich noch mehr als alle vorhergegangenen der exakten Erfassung entzieht. Es fallen darunter nicht nur echte Kapitalanlagen im Auslande, sondern auch vorübergehende Anlagen palästinensischer Banken am Londoner Geldmarkt und Ankauf ausländischer Wertpapiere durch die Mandatsregierung aus Finanzüberschüssen; diese stellten sich Ende 1934 auf über 4,000.000 £P und sind inzwischen weiter stark gestiegen. Diese Position ist nicht schätzbar. (Die Kapitalsausfuhr unter diesem Titel wird bei Rückberufung im Bedarfsfalle zu einer Kapitaleinfuhr werden.) Die echte Kapitalausfuhr, bei der es sich in der Hauptsache um Käufe ausländischer Wertpapiere handelt, bewerten wir mit 300.000 £P. Zins- und Amortisationsverpflichtungen. Wir bewerten diesen Posten mit 400.000 £P. Auslandsreisen, Versicherungen und Frachten. Die bei der echten Ausfuhr, besonders also von Zitrusfrüchten, entstehenden Frachtkosten vernachlässigen wir, weil sie zahlungsbilanzmäßig vom Auslande getragen werden. Wir bewerten daher diese Position mit nur 250.000 £P. Unterstützungen und Verschiedenes. Hiefür setzen wir 500.000 £P ein. Die hier zum ersten Male auf Grund roher Schätzungen gefundenen Posten und ihre folgende Zusammenstellung sind schon darum problematisch, weil der Zeitpunkt der Einfuhr und Ausfuhr der Kapitalien mit den Zahlungsterminen nicht zusammenfällt. Es sei nur daran erinnert, daß ein nicht unerheblicher Teil der Verkaufserlöse bei der Zitrusausfuhr in den Importländern eingefroren ist und nur sehr allmählich unter Verlusten eingebracht werden kann. Ferner wird ein großer Teil der Einfuhr aus Deutschland aus dem Vermögen der A I-Einwanderer bezahlt, wobei zeitliche Verschiebungen und Verluste entstehen, die sich jeder Erfassung entziehen.

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