Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 3 (März 1936)
- Article
- Das Wirtschafts-Barometer: Februar 1936
- Date
- 1936-03-01
- Page
- Seite 148 (sequence 4)
- Language
- German
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Absatz, wie das die Zeitumstände mit sich bringen, im Steigen begriffen. In Käse haben die Preise der Auslandsware bei knapper Zufuhr etwas angezogen, während inländischer Weichkäse infolge stark angewachsener Milchproduktion in zunehmenden Mengen auf den Markt kommt und sich in Magerqualität bereits mit einem Detailpreis von 10 Müs pro südpalästinensisches Okka (240 Gramm) begnügt. Türkische und polnische Ware fehlt gegenwärtig; auch cypriotische Ware kam vorläufig nicht wieder herein. Syrische Ware ist nur knapp am Platze, Ezer da die dortigen Unruhen die Zufuhr teilweise unterbunden haben. Daher versucht man von Ägypten aus, eine Politik der Zurückhaltung und Preiserhöhung zu treiben, die jedoch ihr Ziel verfehlt, da der palästinensische Markt augenblicklich mit jüdischer und arabischer Inlandsware dank der stark gesteigerten Produktion reichlich versorgt ist, und sich auch der Bedarf heute in sehr engem Umfange hält. Es notieren loko syrische Eier pro Kiste von 1440 Stück 3,400 £P (im Vormonat kein Angebot), ägyptische Eier pro Korb von 720 Stück 1,500 (Vormonat: 1,450 bis 1,500) £P, arabische Inlandseier pro 100 Stück —,250 (—,300 bis —,320) £P, jüdische Inlandseier pro 100 Stück je nach Größe —,350 bis —,400 (Vormonat: —,400 bis —,450) £P. Die »Tnuvah« hat ihre offiziellen Detailpreise für Hühnerfarm-Trinkeier mit 6 Müs für. »Extra«, 5 Müs für »A« und Müs für »B« pro Stück normiert, was ebenfalls erheblich unter dem früheren Preisniveau liegt. In sämtlichen Gattungen ist das Geschäft bei sinkendem Preisniveau sehr matt. Bemerkenswert ist heute besonders auch der Umsatzrück- Konserven gang in kondensierter Milch, dadurch verursacht, daß frische Milch in ständig steigenden Mengen billiger als je zuvor auf den Markt gebracht wird. Neuerdings werfen »geschäftstüchtige« portugiesische Exporteure Sardinenschachteln auch mit dem Bilde Arlosoroffs auf den Palästina-Markt. Was sagt die kulturpolitisch verantwortliche Stelle der Jewish Agency dazu? Textilwaren Die Zolltarif-Novelle vom 22. Jänner hat weiterhin zur Folge gehabt, daß auch die seit Sommer 1935 ruhende Strumpf war enfabrik »Gerev« soeben wieder in Betrieb genommen werden konnte. Ob die Erhöhung der Textilzölle wirklich ausreichen wird, um auf die Dauer einen Schutzwall gegenüber dem japanischen und tschechoslowakischen Wettbewerb aufzurichten, kann natürlich nur längere Erfahrung lehren, da wohl auch mit Gegenvorstößen jener Konkurrenz zu rechnen ist. Gerade das erscheint angesichts der neuesten Ausbaumaßnahmen der japanischen Kunstseidenindustrie und ihrer großen Absatzorganisationspläne im Orient nicht ausgeschlossen. Die Sommer- und Herbst-Dispositionen des palästinensischen Textilhandels sind nunmehr zu überblicken; durchschnittlich liegen die Abschlüsse etwa 30% unter dem Vorjahrsumfang. Bei unveränderten Preisen hat sich das Geschäft in letzter Zeit wieder wesentlich belebt. Verschiedene stillgelegte Schuhfabriken wurden wieder Leder in Betrieb gesetzt. Vor allem ist gegenwärtig die Sandalenproduktion für den Sommerbedarf flott im Gange. Das hiezu hauptsächlich benötigte weiße Boxcalf entstammt bereits ganz überwiegend der einheimischen Erzeugung. Der Umsatz in Zitrus-Kistenholz hat nunmehr saisongemäß den Höhepunkt überschritten. Auf dem Bauholzmarkte sind die Verkäufe zur Zeit um 30 bis Holz 40% geringer als im Februar des letzten Jahres. Loko pro Kubikmeter notieren weiße Fichten- und Tannenbretter 2,650 (Vormonat: bis 2,750) £P; dementsprechend gestaltet sich das Preisniveau der übrigen Sorten. Auch das Geschäft in Möbelholz läßt noch