Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 3 (März 1936)
- Article
- Das Wirtschafts-Barometer: Februar 1936
- Date
- 1936-03-01
- Page
- Seite 149 (sequence 5)
- Language
- German
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keine neuen Anregungen erkennen; Sperrholz erzielt pro Kubikmeter loko heute 12 bis -4 \ Q 13 (Vormonat: bis 13H) £P. Zement und Baukeramik Das bekanntlich im Vormonat reduzierte Preisniveau des einheimischen Zementes ist immer wieder neuen Angriffen seitens der jugoslawischen Ware ausgesetzt, die bereits mit 2,550 £P pro Tonne ab Hafen angeboten wird. Auch in Baukeramik stehen die Preise weiterhin unter scharfem Druck. Österreichische, tschechoslowakische und ungarische Kacheln begnügen sich gegenwärtig pro 100 Stück loko mit ^-,580 bis —',620 £P (Vormonat: --,600 bis —,650 £P) — bei starker Zurückhaltung der Käufer, die mit weiteren Preisabschlägen rechnen und sich daher nur für den notwendigsten Bedarf eindecken. Bei nicht sehr bedeutenden Umsätzen — am Vorjahrsgeschäft gemessen! — erzielen heute pro Tonne loko Träger 7,300 (Vormonat: 7,600) £P, Rund- Eisen eisen zur Beton-Armierung 7,800 (Vormonat: 8,100) £P, Winkeleisen 8,200 £P (Vormonat: 8,500 £P); demgemäß haben auch T-Eisen und warmgewalzter Draht nachgeben müssen. Verkauft wird seitens der Grossisten an die Bauunternehmer heute im wesentlichen nur per Kasse; auch hat inzwischen das von früher her vorhandene Wechselportefeuille erheblich abgebaut werden können, ohne daß größere Insolvenzen eintraten. Das Geschäft hat sich also verkleinert, aber zugleich konsolidiert, und eine gewisse Zuversicht ist ganz unverkennbar, die sich auch praktisch bekunden muß, sobald als die heutigen politischen Störungsmomente wieder zurücktreten würden. Die Vorgänge am internationalen Markt, insbesondere der Abbau der Lagervorräte durch den zunehmenden Rüstungsbedarf Nichteisenmetalle und die dadurch bewirkten Preiserhöhungen für Kupfer, Blei und Zink, haben auf das palästinensische Geschäft keine nennenswerte Anregung ausgeübt. Man kauft nur das Notwendigste und vermeidet aktiv wie passiv alle größeren Kredit-Engagements. Das gilt sowohl für Halbfabrikate (Bleche, Röhren usw.) als auch für Fertigerzeugnisse. Die palästinensische Metallverarbeitung hat auf dem Wege zur Rationalisierung wiederum einen erfreulichen Fortschritt insofern zu verzeichnen, als soeben drei Tel- Aviver Metallwarenfabriken ihre Abteilungen für Türklinken-Gießerei zu einem Gemeinschaftsbetrieb unter der Firma »Altan« zusammengelegt haben. Palästina-Gründungen im Februar 1936* Von Dr, J* Adler, Tel Aviv. Gemäß der Zahl der amtlich neu registrierten Firmen, übertraf die palästinensische Gründungstätigkeit im Februar 1936 den Vormonat um 6.4%. Jänner 1936 Genossenschaften (»Co-operative Societies«)..... 19 Eintragungen Aktiengesellschaften (»Companies«)..... Offene Handelsgesellschaften (»Partnerships«) . Kommanditgesellschaften (»Limited Partnerships« 75 Februar 1936 5 35 59 1 Firmeneintragungen insgesamt.......... 94 100 Die neuen Genossenschaften waren wiederum ausnahmslos jüdische Gründungen, und zwar zwei industrielle Genossenschaften Produktivgenossenschaften (1 Mineralwasserfabrik in Tel Aviv und 1 Färberei in Ramath-Gan), 1 Baugenossenschaft (in Tel Aviv), 1 landwirtschaftliche Siedlung (in Tel Aviv) und 1 allgemeine Landwirtschaftsgenossenschaft (in Jawniel).