Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 3 (März 1936)
- Article
- Das Wirtschafts-Barometer: Februar 1936
- Date
- 1936-03-01
- Page
- Seite 147 (sequence 3)
- Language
- German
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jüdische Landwirtschaftsbank zu errichten, deren Kredite nur solchen Landwirten zu- -j^^^ fließen sollen, welche das Prinzip der »Awodah Iwrith« anerkennen. Im Hinblick auf die nächste Exportsaison sei erwähnt, daß von Fachkreisen bei der Regierung angeregt worden ist, die Termine des Verschiffungsbeginnes zu ändern, und zwar den Termin für Grapefruits vom 1. Oktober auf den 25. September vorzuverlegen, dagegen den Termin für /Drangen vom 15. November auf den 20. November zurückzuverlegen. Bis einschließlich 23. Februar wurden in der laufenden Saison insgesamt 4,597.296 Kisten Zitrusfrüchte aus Palästina exportiert, gegenüber 4,514.866 im entsprechenden Abschnitt der vorigen Saison. Der geordnete Verbrauch der letztjährigen Rekord-Ernte, die nach amtlichen Angaben 103,000 Getreide, Futtermittel und Mehl (1934: 82.000) Tonnen Weizen, 68.000 (unverändert) Tonnen. Gerste und 46.000 (1934: 42.000) Tonnen Durrah brachte, ist nach wie vor die Hauptsorge des Marktes. Auch ist die Auswirkung der neuerdings wieder schwächeren internationalen Tendenz, auf Grund erhöhter Ernteschätzungen Nord- und Südamerikas, nicht zu verkennen. Gegenwärtig erzielen pro südpalästinensischen Kantar (288,45 kg) loko inländischer Weizen 2,200 bis 2,350 (Vormonat: bis 2,350) £P und Gerste knapp 1,300 £P (ebenfalls etwa dem Vormonat entsprechend). Die Umsätze sind, wie auch für Durrah und Mais und sonstige Futtermittel, nicht sehr bedeutend, da dem jeweiligen Bedarf kurzfristig angepaßt. Im Mehlgeschäft gleichen sich die Preise für amerikanische und australische Ware der internationalen Notierung an; inländisches Weizenmehl wird pro Sack (86 kg) mit höchstens 1 (Vormonat: 1,100) £P bezahlt. Auf Grund der Weltmarktsentwicklung zog allmählich auch der Lokopreis für Zucker im Berichtsmonat ein wenig an; Java- Kolonialwaren Kristallware wird pro Tonne mit 12,300 bis 12,500 (Vormonat: etwa 11,500) £P bezahlt; entsprechend tendiert Würfelzucker. Doch bleibt die praktische Auswirkung gering, da sich die Umsätze weiterhin in äußerst engen Grenzen bewegen, wie das die gesunkene Kaufkraft der Bevölkerung mit sich bringt. Im Reis -Geschäft liegen keine wesentlichen Veränderungen vor; im Platzhandel bewilligt man für birmesische Ware etwa 11 £P, für ägyptische beste Ware bis zu 13 £P pro Tonne, wie im allgemeinen auch schon im Vormonat; die Lagerhaltung konnte durch Zurückhaltung im Großeinkauf nunmehr wieder auf den normalen Stand reduziert werden. Eine Befestigung erfuhr Kaffee, teils gemäß internationaler Anregung, teils vom saisongemäß erhöhten Konsum her; augenblicklich wird brasilianische Stapelware pro südpalästinensisches Rottel (2,880 kg) mit —,140 bis —,145 (Vormonat: —,135 bis —,140) £P umgesetzt. Tee und Kakao weisen keine erwähnenswerte Veränderung auf. Auf dem Weltmarkte der Butter hat soeben die Verminderung der Produktion ein Anziehen der Butter, Margarine, Käse Preise um 5% bewirkt. Für Palästina kam noch hinzu, daß verschiedene Transporte durch Sturmwetter verzögert wurden. Infolgedessen erhöhte sich der Lokopreis der Primaqualitäten (lettische, litauische, australische und holländische Ware) auf 6,600 (Vormonat: 6,100 bis 6,500) £P pro 50 kg, wogegen Backbutter (gegenwärtig vor allem argentinischer Provenienz) beim Vormonatspreis von 4 £P verblieb. Bei alledem ist die Kauflust der Konsumenten weiterhin sehr gering, gemäß den verschlechterten Erwerbs Verhältnissen, ein Faktor, der auch die Verkaufsorganisation der einheimischen Molkereibutter veranlaßt hat, mit dem Detailpreis pro 100 Gramm-Päckchen neuerdings weiterhin auf 20 Müs (Vormonat: 25 bis 30 Müs) hinabzugehen. Die Kleinhandelsspahn e zwischen Auslands- und Inlandsbutter ist daher heute nur noch ziemlich gering. Anderseits ist der Margarine-