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Palästina · 1936-03-01 · Heft 3 (März 1936) · p. Seite 141

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 3 (März 1936)
Article
Das Bewässerungsproblem Palästinas
Date
1936-03-01
Page
Seite 141 (sequence 3)
Language
German
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und rationellste, zumal keine Wasserverluste stattfinden und der Grundwasserspiegel des Landes keine Verminderung erfährt. Die Rentabilität der Staudamm-Anlage stützt sich im besonderen darauf» daß der Betrieb von Elektrokraftwerken mit Hilfe dieser Wasserkraft durchgeführt werden kann, eine Tatsache, die gerade für die Stromversorgung Palästinas von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist. Der Staat aber besitzt in diesen. Anlagen eine gute Steuerquelle. Die folgende Aufstellung darf vielleicht zur Erläuterung dieser Behauptungen dienen. Anteil der Krafterzeugung von Staudämmen an dem Steueraufkommen eines 141 für durchschnittl. Land pro acre in Dollar 580 450 für hochwertiges Land pro acre in Dollar 1400 1090 130 22.14% 310 20 110 20 290 20.71 kalifornischen Irrigationsdistriktes: 1. Steuerabgaben an den Staat für die bewässerten Felder sowie für die Speicherungs- und Kraftanlagen............... 2. Dasselbe ohne Speicherungs- und Kraftanlagen . . 3. Es ergibt sich also ein Mehrertrag durch die Kraft- , anlagen von..............22.41% 4. Die veranlagten Steuern für die Krafterzeugung und Speicherung allein...... 5. Danach wurden also von diesen beiden Einheiten mehr bezahlt als notwendig war . *...... oder in Prozenten der veranlagten Steuern . . . 18.97 Die Vorteile einer Gemeinschaftsarbeit werden durch die vorstehende Zusammenstellung klar aufgezeigt. Die Rückschlüsse und Lehren für eine ähnliche Lösung des Bewässerungsproblems in Palästina liegen auf der Hand, gerade für Palästina mit seinen vielen Tälern, in denen das Wasser aufgespeichert werden kann. Wir wissen ja gar nicht, wieviel Wasser jedes Jahr dort unwiederbringlich verloren geht. Denken wir doch nur an die Wässer in all den vielen Wadis, die jeden Winter mit furchtbarer Gewalt von den Bergen herabstürzen und die so sehr wertvollen oberen Erdschichten mit sich ins Tal reißen, um dort alles zu verwüsten? Wir haben noch das große Unglück in Tiberias vom letzten Jahr in trauriger Erinnerung. All der Schaden, die großen Leiden der Bevölkerung wären vermieden worden, wenn man das Wasser aufgestaut hätte, um es einem nützlichen Zweck zuzuführen: der der Landbewässerung, das heißt der Ansiedlung von Menschen unseres Volkes. Der Boden, der bei starkem Regen von den Höhen mit ins Tal gerissen wird, ist unwiederbringlich verloren. Man muß sich dies Wort »unwiederbringlich« sehr genau ansehen, denn fruchtbarer Boden bedeutet für uns unser Leben, unsere Zukunft. Vom Wasser ausgewaschener Boden hat seinen Stickstoffgehalt und viele andere Nährwerte verloren -~ dies bedeutet erhöhte Ausgaben für künstliche Düngung. Die Wasserwirtschaft Kaliforniens aber kann noch in anderer Hinsicht als Beispiel für die planmäßige Bewässerung Palästinas dienen. In Kalifornien sucht man nämlich noch, die Bewässerung zu fördern: durch Anlage kleiner Staudämme in Canons zum Zwecke der Versorgung kleiner Distrikte und Farmen, durch Anlage von Umleitungsdämmen, die das Wasser aus winterlichen Sturzbächen in die Felder ableiten. Es wird auch in Palästina sehr oft möglich sein, kleinere Staudämme anzulegen. Es kommt häufig vor, daß Täler mit mehreren fließenden Quellen flach und weit am oberen und schmal und tief am unteren Ende sind. In diesem Falle ist ein verhältnismäßig kurzer Damm zur Absperrung des Tales notwendig. Der Wasserablauf des Wasser liefernden Gebietes ist ungefähr der folgende: Die jährliche Regenmenge ist

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