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Palästina · 1936-03-01 · Heft 3 (März 1936) · p. Seite 142

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 3 (März 1936)
Article
Das Bewässerungsproblem Palästinas
Date
1936-03-01
Page
Seite 142 (sequence 4)
Language
German
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ungefähr gleich der Prozentzahl des ablaufenden Regenwassers vom totalen Niederschlag in den Wasser leitenden Gebieten. Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Gebiet dicht bewachsen ist, da dieses viel Wasser auf lange Zeit aufzusaugen vermag. Noch einige andere Faktoren sollen im Zusammenhang mit dieser Frage erwähnt und bedacht werden: Das Verhältnis von Wasseraufnahme zur Größe des Dammes, Größe und Verhältnisse des Wasser liefernden Gebietes, Durchlässigkeit des Bodens am Damm, Beschaffung von Baumaterial (meistens Lehm, Sand, Holz, Steine und etwas Zement), Abflußmöglichkeiten, Lage in Beziehung zu Viehtränken. Man hat im Staate Montana sehr gute Erfolge mit dieser Art der Wasserversorgung durch kleine Staudämme gehabt. Die Werterhöhung des Landes durch aus Erde und Holz gebaute Dämme verschiedener Farmer war wie folgt: Wert per Acre: vor Erbauung des Dammes nachher Dollar 1.25 Dollar 10 1.25 „ 25 Nutzen pro Jahr Dollar 100.— „ 500.- 500.- Damm Nr. 1 „ 2 „ 3 „ 4 „ 5.- „ 20. „ 5 „ -.- „ —.- „ 1000 „ 6 „ 10.— „ 20. ,, 7 „ 10.— „ 20. Ableitungsdämme, die das Wasser aus regelmäßig Überschußwasser führenden Wadis in die Felder oder Bewässerungsbecken ableiteten, zeigten sich auch sehr rentabel: Umleitungsdamm Nr. 1 „ 2 3 „ 4 „ 5 vor Erbauung des Dammes Dollar 2.50 1.25 4.— 1.— „ 10.- nachher Do lar 25.— 25.- 20.- 25.- 50.- ichste die Notwendigkeit Nutzen pro Jahr Dollar — .— 210.- 250.- 280.- und Solche Zahlen und Ergebnisse offenbaren aufs deutli den Nutzen einer planmäßigen Wasserwirtschaft unter Zuhilfenahme von Staudämmen. In Kalifornien hat man auf diese Weise aus einer Wüste ein Paradies gemacht. Die natürlichen Bedingungen sind im großen ganzen für die Anlage von Staudämmen in Palästina nicht schlechter als in Kalifornien, so daß man mit nicht schlechteren Erfolgen dort wie hier zu rechnen braucht. Voraussetzung für solche Erfolge aber ist die Überwachung der Wasserwirtschaft und ihre planmäßige Organisation von einer zentralen Stelle aus, die einmal alle Faktoren einer ergiebigen und zuverlässigen Bewässerung berücksichtigt und zum anderen verhindert, daß durch Raubbau mittels Brunnenanlagen den gemeinnützigen Erfordernissen und Zielen des Landes und Volkes Abbruch getan wird. Im übrigen bedarf es keiner weiteren Betonung, daß die Anlage von Staudämmen und die Speicherung von Wasser einen sehr wichtigen Regulator für die Bewässerung des ganzen Landes darstellt, und daß die unmittelbaren Notwendigkeiten für die landwirtschaftliche Produktion noch ergänzt werden durch die gemeinnützigen Forderungen zur Erhaltung des Lebens und der Wohlfahrt des gesamten Jischuw. Es würden bei Trockenheit und Wasserknappheit ausreichende Reserven zur Verfügung stehen und bei Wasserüberschuß in der Regenzeit Überschwemmungskatastrophen verhindert und Auffangebecken zur Sammlung der Überschußmengen geschaffen werden.

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