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Palästina · 1936-03-01 · Heft 3 (März 1936) · p. Seite 127

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 3 (März 1936)
Article
Die jüdische Ärzteschaft in Palästina
Date
1936-03-01
Page
Seite 127 (sequence 7)
Language
German
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ist, kleiner. Beinahe ein Drittel der ärztlichen Ehen ist kinderlos; auf dem Lande nur 21%. Von den über 40 Jahre alten verheirateten, geschiedenen und verwitweten Ärzten sind 21% kinderlos; auf dem Dorfe nur 14%. Die häufigste Familienform ist bei 35- bis 39jährigen die Einkindehe, bei den über 40jährigen die Zweikinderehe. Kinderzahl pro Ärzteehe. * v Zahl der Ehen Zahl der Kinder Kinder a) Ehen, in denen bloß der Mann Arzt ist: 35 bis 39 Jahre ... 50 69 38 3 3 1 - 163 173 40 „ 44 „ ... 21 33 43 19 4 2 — 123 202 45 „ 49 „ ... 16 15 37 19 1 - 1 89 156 50 und mehr Jahre . 24 22 47 20 7 - - 120 204 b) Ehen, in denen die Frau oder Mann und Frau Arzt sind ... 52 45 32 8 2 1 140 146 Durchschnittlich zählte die Ehe eines 35- bis 39jährigen Arztes 1.0, eines 40- bis 49jährigen 1.7, eines, über 50jährigen Arztes ebenfalls 1.7 Kinder zur Zeit der Enquete. Die Ärzte sind demnach kinderärmer als die palästinensische Arbeiterschaft und als das Gros der Kleinbürger, über die ich in dieser Zeitschrift 1935, Heft V/VI, berichtete. Die Kinderarmut ist jedoch nicht etwa das Ergebnis der deutschen Einwanderung. Überraschenderweise sind die Ehen der aus Mitteleuropa, also vor allem aus Deutschland kommenden Ärzte kinderreicher als die Ehen jener Kollegen, deren Wiege in Osteuropa, also in Rußland, Litauen, Polen, Rumänien, Lettland, Ungarn und Bulgarien stand. Selbstverständlich habe ich auch hier die Altersgliederung nicht außer Acht gelassen. Die eben gemachte Feststellung hat deswegen überrascht, weil wir doch seit Jahrzehnten wissen, daß die deutschen Juden besonders kinderarm sind. Theilhaber glaubte ja schon vor dem Kriege an den Untergang der deutschen Juden infolge zu geringer Fortpflanzungsleistung. (Der prophezeite Untergang hat allerdings eine andere Ursache, das politische Mittel kam dem biologischen zuvor.) Es muß also seine besonderen Ursachen haben, wenn wir bei den aus Mitteleuropa, vor allem aus Deutschland eingewanderten Ärzten pro Ehe durchschnittlich um 0.4 bis 0.5 Kinder mehr finden als bei denen, die aus Osteuropa stammen. Kinderzahl pro Arztehe nach dem Herkunftsland3: ^yter Durchschnittliche Kinderzahl pro Ehe Zahl kinderloser Ehen a) Mittel-u. Westeuropa 4 b) Osteuropa .5 a) b) 25 bis 29 Jahre...... 0.3 0.1 (70%) (87%) 30 „ 34 „ ...... 0.5 0.6 (60%) (44%) 35 „ 39 ,....... 1.2 0.9 (20%) (33%) 40 und mehr Jahre.....1.8 1.4 (21%) (23%) Auch bei voller Berücksichtigung der Aufenthaltsdauer der Ärzte in Palästina gelangen wir zu dem Ergebnis, daß die oben konstatierte Kinderarmut nicht die deutsche Einwanderung zur Ursache hat. 3 Aus Asien, Amerika, Neuseeland stammende Kollegen sind hier nicht berücksichtigt. « 279 Ehen. 5 374 Ehen.

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