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Palästina · 1936-03-01 · Heft 3 (März 1936) · p. Seite 126

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 3 (März 1936)
Article
Die jüdische Ärzteschaft in Palästina
Date
1936-03-01
Page
Seite 126 (sequence 6)
Language
German
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nur Hilfsärzte, die als Hausarzt 8 £, nach zwei Jahren als Internarzt 16 £ und später bis 22 £ monatlich erhalten. Nach sechs Dienstjahren kann ein Hilfsarzt Assistent werden und erhält dann 22 bis 30 £ pro Monat. Die »Hadassa« kennt keine freie Station, bzw. Dienstwohnung. Die Abteilungsvorstände, die privat praktizieren, erhalten 20 £ monatlich. Die »Hadassa« hat im Laufe der letzten sechs Jahre ihre Agenden immer mehr eingeschränkt. Dadurch schrumpfte die Zahl der bei ihr tätigen Ärzte. Jetzt steht sie vor der Übergabe der schulärztlichen Tätigkeit und der ganzen Organisation der Mütter- und Säuglingsfürsorge an den Waad Leumi (Jüdischer Nationalrat). Sie will sich in Zukunft auf das Universitätsspital in Jerusalem beschränken und das medizinisch-wissenschaftliche Zentrum des Landes werden. Wie weit die »Hadassa« dieses Ziel erreichen wird, hängt von den Mitteln und der Wahl der zukünftigen Abteilungsvorstände ab. Beides ist derzeit noch ungewiß. Das »Hadassa«-Spital in Jerusalem ist immer noch das bestausgestattete Spital, aber keineswegs das größte und muß sich bereits heute anstrengen, wenn es qualitativ den alten Vorrang gegenüber den anderen Spitälern wahren soll. Eine ansehnliche Anzahl von Ärzten ist im städtischen Spital Tel Aviv, im Bikur Cholim Spital, Jerusalem, im jüdischen Spital Haifa und in kleineren privaten Sanatorien angestellt. Darunter gibt es Hausarztposten mit 5 bis 6 £ monatlich und freien Hauptmahlzeiten (ohne Wohnung). Einige jüdische Ärzte sind bei der palästinensischen Regierung angestellt. Sie sind — mit den anderen angestellten Ärzten verglichen — ausgezeichnet bezahlt, wiewohl sie nur die unteren Stufen der Beamtenleiter einnehmen. Man müßte fordern, daß die Zahl der jüdischen Medizinalbeamten wesentlich vermehrt wird. Kaum 13% der bei der Regierung beschäftigten Ärzte und Bakteriologen sind Juden. Es entspricht dies weder der Kopfstärke und Proportion der Juden in der Gesamtbevölkerung, noch ihrer Steuerleistung. Die Arbeit, die den jüdischen Regierungsärzten auferlegt ist, ist auch viel zu groß und steht in keinem passenden Verhältnis zur Leistung, die von nichtjüdischen Beamten verlangt wird. Von Interesse sind die Geschlechts- und Familienverhältnisse der jüdischen Ärzte. 21.4% sind weiblichen Geschlechtes; auf dem Lande ist der Prozentsatz von früher her größer als in der Stadt. Im Durchschnitt sind die Ärztinnen jünger als ihre männlichen Kollegen. Jüdische Ärzte Palästinas (Ergebnis der Enquete): Stadt Land ledig verheir. sonstig Summe ledig verheir. sonstig Summe Männer . . 88 545 22 655 10 70 1 81 Frauen . . 53 112 11 176 6 11 7 24 Summe . . 141 657 33 831 16 81 8 105 In den letzten Jahren war unter den Einwandernden der weibliche Anteil geringer als früher. Unter den Frauen ist in jeder Altersklasse der auf Ledige entfallende Anteil größer als unter den männlichen Kollegen. So sind von den 20^ bis 29jährigen Ärzten 45%, von den gleichaltrigen Ärztinnen 53% ledig; bei den 30- bis 39jährigen sind es 20%, bzw. 31%, bei den 40- bis 49jährigen 5%, bzw. 23%. Relativ groß ist die Zahl jener Ehen, in denen Mann und Frau den ärztlichen Beruf ausüben (71, das heißt 11% aller Ehen). Im Durchschnitt aller Ehen zählen wir 1.2 Kinder, im Durchschnitt aller fruchtbaren Ehen 1.8 Kinder. Die Kinderzahl ist in den Ehen, in denen die Frau Ärztin

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