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Palästina · 1936-02-01 · Heft 2 (Februar 1936) · p. Seite 79

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 2 (Februar 1936)
Article
Die Bedeutung der Industrie für die Absorption der Einwanderung nach Palästina
Date
1936-02-01
Page
Seite 79 (sequence 3)
Language
German
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Orangenwirtschaft, die um eine Phase früher einsetzte) in einem Zeitraum der Einwanderungsebbe begann (1927 bis 1930) und sich in verhältnismäßig schnellerem Tempo als die Einwanderung fortsetzte (aber in langsameren Tempo als die Steigerung der Pflanzungsfläche der Orangenindustrie, jedenfalls bis 1935). Diese scheinbare Unabhängigkeit der Entwicklung der Industrie von der Einwanderung im Zeitraum 1-927 bis 1930 erklärt sich daraus, daß gerade während der Krise versucht wurde, ihr durch Produktivierung und Verwurzelung in stabileren Wirtschaftssektoren als in der Bauwirtschaft Herr zu werden. Im Zeitraum 1933 bis 1935 ist im Gegensatz zu den Krisenjahren ein direkter Zusammenhang zwischen der Einwanderung und der Entwicklung der Industrie vorhanden und auch aus der. Tabelle ersichtlich. Von speziellem Interesse für uns ist die Frage der Aufnahmefähigkeit der Industrie in den letzten drei Jahren (1932 bis 1934), der großen und anhaltenden Einwanderung und der gleichzeitigen rapiden Entwicklung der Industrie. Die folgende Tabelle zeigt diese (in abgerundeten Zahlen): Einwanderung Aufnahme der Industrie Personen Personen 19322 12.000 2000 19332 40.000 3500 19342 50.000 5500 1935 (bis 1. Juli) 30.000 3500 bis 4000 Die palästinensische Industrie nahm also in den letzten drei Jahren von 9% (1933) bis 17% (1932) der Gesamteinwanderung auf, im Durchschnitt 11.5% und, wenn wir die Familienangehörigen hinzurechnen, zwischen 25 bis 30% der Gesamteinwanderung. Im Februar 1935 nahm die »Jewish Agency« unter 497 größeren Betrieben eine Zählung vor, die uns gestattet, einige nähere Einzelheiten über die Absorbtion der Einwanderung durch die Industrie im Jahre 1934 zu erfahren. Danach wurden vom Februar 1934 bis Februar 1935 von 497 größeren Betrieben 124 neu gegründet. 220 arbeiteten schon vor dem Februar in vollem Umfang, der Rest befand sich zu diesem Datum im ersten Stadium der Entwicklung. Die Zahl der beschäftigten Arbeiter stieg von Februar 1934 bis Februar 1935 um 3675 (von 4248 auf 7923), davon in den 120 neuen Betrieben um 1131; in den vor Februar 1934 voll arbeitenden Betrieben stieg die Zahl von 4167 auf 4851 (16.4%), in den übrigen Betrieben von 75 auf 1935, das heißt um 1860 Personen. Wir sehen also, daß 497 Betriebe 3675 Personen neu aufnahmen. Da im Jahre 1934 insgesamt zirka 5500 Arbeiter von der Industrie neu absorbiert wurden, ergibt sich, daß die übrigen 3750 kleineren und kleinsten Betriebe insgesamt 1800 Personen neu aufnahmen. Eine neuere teilweise Zählung vom August 1935, die 571 Betriebe mit 9902 Arbeitern umfaßte, ergab, daß im Halbjahr Februar-August 1935 131 größere Betriebe mit 987 Arbeitern neu gegründet wurden. In 440 älteren Betrieben wurden 1424 Arbeiter neu eingestellt, zusammen also 2411 Arbeiter (was einer Zunahme von insgesamt 32% entspricht, in den älteren Betrieben allein zirka 20%). Industrie und Handwerk zusammen haben in diesem Halbjahr 1935 zirka 3500 bis 4000 Personen neu eingestellt (zirka 12%), das heißt 33% der Gesamteinwanderung dieser Monate, wenn man die Familienangehörigen einrechnet, sind von der Industrie abhängig. 2 Inklusive Touristen, die im Lande bleiben, sowie sonstigen Einwanderern über verschiedene Grenzen.

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