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Palästina · 1936-02-01 · Heft 2 (Februar 1936) · p. Seite 78

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 2 (Februar 1936)
Article
Die Bedeutung der Industrie für die Absorption der Einwanderung nach Palästina
Date
1936-02-01
Page
Seite 78 (sequence 2)
Language
German
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Im folgenden beschränken wir uns auf die Untersuchung der Absorbtionsfähigkeit der palästinensischen Industrie, zum Teil im Vergleich mit anderen wichtigen Wirtschaftszweigen. Die folgende Tabelle gibt die Hauptentwicklungsdaten der palästinensischen Industrie (inklusive Handwerk, nach den wichtigsten Industriezählungen) im Vergleich zu den Ziffern der jüdischen Einwanderung (abzüglich der Auswanderung): Zähl jähr Zahl der Investiertes Zahl der Differenz Gesamtein¬ Betriebe Kapital £P Beschäftigten wandererzahl 1919/20 17.000 1921/22 1855 478.000 4.580 6510 56.000 1929 2475 2,534.612 10.968 8627 60.000 1933 3388 5,371.000 19.595 8405 80.000 1935 ca. 4250 7,250.000 28.000 Aus dieser Tabelle ergibt sich, daß das jüdische Gewerbe in Palästina 1921/22 bis 1929 zirka 12%, 1929 bis 1933 zirka 14%, in den V/2 Jahren 1934 bis Juli 1935 zirka 10% der im Lande verbliebenen jüdischen Einwanderung absorbiert hat, im Durchschnitt also zirka 12% während 13 Jahren. Nimmt man für die folgende Untersuchung an, daß in der Industrie, so wie es sich bei der Volkszählung 1931 ergab, die Personenzahl der Familie der Beschäftigten zirka 2.7 Köpfe pro Familie beträgt1, so kommt man zu dem Resultat, daß zirka 32% der Gesamteinwanderung nach dem Kriege durch Industrie und Handwerk absorbiert wurden. Nach der Volkszählung von 1931 beschäftigte die Industrie ohne Baugewerbe zirka 21% der jüdischen Gesamtbevölkerung; Mitte 1935 dürfte diese Ziffer auf zirka 25% gestiegen sein. Die Industrie konnte also einen höheren Prozentsatz der Einwanderung aufnehmen als ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung betrug (der natürliche Bevölkerungszuwachs und verschiedene wirtschaftlich »unproduktive« Elemente mit eingerechnet). In etwas anderer Weise zeigt David Gurewitsch in dem vom »Immigrationsdepartment der Jewish Agency« herausgegebenen »Alijah«-Heft 1935 die Entwicklung der Industrie im Vergleich zur Einwanderung, zur jüdischen Gesamtbevölkerung sowie zur Entwicklung der Orangenwirtschaft in der folgenden Tabelle (der Zeitraum 1920 bis 1923 ist in dieser Tabelle 100 gesetzt): 1909/13 1920/23 1924/26 1927/30 1931/32 1933/34 Jüdische Einwanderung 30 100 220 50 80 400 Jüdische Gesamtbevölkerung 105 100 160 220 230 300 Orangenwirtschaft (Bodenfläche) 100 100 130 310 760 1000 Industrie (Produktionswert) — 100 — 200 300 500 Diese Tabelle gibt uns Daten über die Entwicklung der Industrie und Orangenwirtschaft in den verschiedenen Phasen, die mit den Einwanderungsphasen verglichen werden können. Daraus ergibt sich, daß die Entwicklung der Industrie (wie die der 1 Nach dem Resultat der Volkszählung von 1931 waren in der jüdischen Industrie (ohne Baugewerbe) 14.538 Erwerbsfähige beschäftigt, mit Angehörigen 37.191 Seelen, das heißt pro Familieneinheit 2.7 Seelen (Junggesellen mit eingerechnet).

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