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Palästina · 1936-01-01 · Heft 1 (Januar 1936) · p. Seite 26

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Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 1 (Januar 1936)
Article
Die Gefahr der Bodenspekulation
Date
1936-01-01
Page
Seite 26 (sequence 5)
Language
German
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ihrer Wiederbelebung, und das legt dem KKL. die Pflicht auf, der wirklich entscheidende Faktor auf dem Gebiete der Bodenfragen zu werden. QI« Palestine Land Development Company und Bodenspekulation. Ihre Aufgaben für die Zukunft* Vor mehr als 25 Jahren wurde die PLDC. von der Zionistischen Organisation als Instrument für den Bodenkauf in Erez Israel begründet. Durch Vermittlung dieser Gesellschaft erwirbt der KKL. seine Böden, und es braucht wohl nicht besonders ausgeführt zu werden, welche Bedeutung dem beizumessen ist, daß alle Käufe an einer Stelle zentralisiert sind. Die PLDC. befriedigt ferner die Anforderungen von Privatkapitalisten, die auf ihren Namen Boden erwerben wollen. Zu Anfang ihrer Tätigkeit investierte diese Gesellschaft beträchtliche Summen in die Kolonisation, namentlich in Kinereth; sie kam jedoch bald zu der Überzeugung, daß es nicht zum Aufgabenbereich einer Bodenerwerbs-Gesellschaft gehört, auch nationale Kolonisation zu treiben. Ihre Aufgabe ist lediglich, Boden zu erwerben und ihn zu erschließen. Noch vor einigen Jahren spielte die PLDC. eine entscheidende Rolle bei der Organisierung von Landkäufen und der Regelung der Nachfrage nach Land seitens Privatgesellschaften und Einzelnen. Seitdem sich jedoch die Bodenspekulation ausbreitete, vor allem in Judaea und im Scharon, trat die PLDC, fast ganz zurück und ließ sich von unverantwortlichen Kräften den Rang ablaufen. Die Gesellschaft hatte keine Bodenreserve, vor allem dort nicht; wo die Nachfrage nach Böden stark war, und alle Anstrengungen, welche die PLDC. im Kampfe gegen den Bodenwucher machte, schlugen fehl. Gewiß ist es richtig, daß die PLDC. von der Zionistischen Organisation nicht die ihr gebührende Hilfe erhielt, trotz aller Beschlüsse, die auf den Kongressen angenommen wurden, das Kapital der Gesellschaft zu stärken und ihren Tätigkeitsbereich zu vergrößern. Die Gesellschaft war gezwungen, aus eigener Kraft-der großen Widerstände Herr zu werden, die sich beim Landkauf mit begrenzten Mitteln ergeben. Wichtige Tätigkeitsgebiete blieben so anderen gegenseitig konkurrierenden Gesellschaften überlassen, während die PLDC. ihre beste Kraft auf die Erwerbung des Hule-Gebietes konzentrierte. Von den 134 Millionen Dunam Boden, die den Juden in Erez Israel gehören, hat die PLDC. mehr als 600.000 Dunam (davon zirka 350.000 für den KKL.) erworben; das heißt fast die Hälfte der Böden, die von Juden gekauft wurden, gelangten durch Vermittlung dieser Gesellschaft in ihre Hand. Ziehen wir vom Gesamtboden in jüdischem Besitz noch die 400.000 Dunam PICA-Böden ab,, die zum größten Teil noch vor Begründung der PLDC. erworben wurden, so ergibt sich, daß nicht weniger als 75% aller Böden in Stadt und Land durch die PLDC. angekauft worden sind. An dieser Stelle seien ein paar Worte der American Zion Commonwealth gewidmet, die sich zur Zeit in Liquidation befindet. Diese Gesellschaft kaufte mit ihren Tochtergesellschaften durch Vermittlung der PLDC. ein Bodenareal von ungefähr 120.000 Dunam. Sie erwarb drei Viertel des Bodenkomplex in der Haifa-Bay, ferner Afule, Jedda, Kuskus Tabun, Herzlia usw. Sie nahm auch, ohne genügendes Eigenkapital zu besitzen, kolonisatorische Aufgaben auf sich und gewährte langfristige Kredite (den Siedlern von Balfouria und Herzlia), und nachdem ein großer Teil von Käufern ihre Verpflichtungen der Gesellschaft gegenüber nicht mehr erfüllten, mußte sie im Jahre 1928 bei ihren Gläubigern ein Moratorium anstrengen, um ihre Geschäfte abzuwickeln. Nur die große Hilfe, die ihr vom Keren Hayesod zuteil wurde, ermöglichte, es der Gesellschaft, sich zu halten; die Böden fielen nicht an die früheren Besitzer zurück, hunderte von Käufern, namentlich mittelständische, in Erez Israel und

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