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Palästina · 1936-01-01 · Heft 1 (Januar 1936) · p. Seite 25

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Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 1 (Januar 1936)
Article
Die Gefahr der Bodenspekulation
Date
1936-01-01
Page
Seite 25 (sequence 4)
Language
German
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•Es entsteht daher ohne weiteres die Frage, ob der KKL. nicht von seinem ihm nach dem Statut zustehenden Recht des Bodentaüsches mehr Gebrauch machen sollte. In unserem Falle etwa wäre es möglich, daß eine Gruppe von Siedlern, die in der Haifa- Bay einen bestimmten Boden käuflich erwerben will, um auf ihm Wohnhäuser zu errichten, im Tausch dafür dem KKL. einen um ein Vielfaches größeren für landwirtschaftliche Siedlung geeigneten Boden überließe. Erklärte sich der KKL. dazu bereit, so wäre er auf der einen Seite in der Lage, der Nachfrage nach städtischem oder halbstädtischem Boden nachzukommen, könnte dadurch auf die übertriebenen Marktpreise Einfluß gewinnen und als gewichtiger Faktor im Kampfe gegen die Spekulation auftreten; auf der anderen Seite würde er seine Reserve an landwirtschaftlichen Böden vermehren. Zwecks Einflußnahme auf die gewünschte gesellschaftliche kolonisatorische Struktur könnte der KKL. in den Verträgen mit jener Gruppe geeignete Paragraphen aufnehmen; ebenso könnte er sich selbst wieder das Vorkaufsrecht bei Weiterverkauf vorbehalten, die Siedler verpflichten, die Häuser auf den ihnen übergebenen Parzellen innerhalb einer bestimmten Zeit aufzuführen und die Einhaltung dieser Verpflichtungen durch eine hypothekarisch eingetragene Konventionalstrafe sichern, die bei Übertretung dieser Paragraphen zahlbar wäre. Die Entwicklung der Dinge in den letzten Jahren hat uns deutlich gezeigt, daß der Grundsatz des KKL. hinsichtlich der Unveräußerlichkeit des Bodens gesund ist und sich in den landwirtschaftlichen Zonen völlig bewährt hat. Auch für die industrielle Zone ist dieses Prinzip einzuhalten. In gewissen Fällen muß aber, der KKL. sein Tauschrecht anwenden, wenn es sich um städtische Gebiete handelt. Der Tausch selbst kann von einem zentralen Bodeninstitut durchgeführt werden, von dem noch die Rede sein wird. Man muß hier noch hinzufügen, daß in der Stadt schon Fälle von Spekulation mit Böden vorgekommen sind, die Privatleuten vom KKL. in Pacht gegeben waren. Diese Tatsache beweist noch deutlicher, daß der KKL. seine Politik hinsichtlich der städtischen Böden, die für Wohnzwecke und Hilfswirtschaften bestimmt sind, ändern und, wie bereits erwähnt, Paragraphen und Klauseln für den Fall des Wechsels der Besitzer einfügen muß. Vielleicht ließen sich auch Vereinbarungen treffen, nach welchen der KKL. an dem Wertzuwachs der Böden im Falle eines Besitzwechsels beteiligt wird. Die gewaltigen Summen, die sonst den vielen privaten Bodenhändlern, die am Ansteigen der Preise interessiert sind, zufließen, würden auf diese Weise dem KKL. zugute kommen, und er würde gleichzeitig neue Böden in landwirtschaftlichen Zonen erwerben. Das könnte ihm einen starken Auftrieb bei seiner Arbeit geben. Man darf ja die Errungenschaften des KKL. nicht nach Pfunden und Piastern rechnen, sondern nach der Zahl der auf seinen Namen eingetragenen Dunam, ebenso wie die Errungenschaften des KH. nach der Zahl der Menschen gemessen werden, die er auf KKL.-Boden ansiedeln konnte. Es wäre auch zu erwägen, ob es nicht wünschenswert wäre, daß sich der KKL. bei allen größeren Käufen, die von zuverlässigen Privatgesellschaften in landwirtschaftlichen und industriellen Zonen getätigt werden, beteiligen sollte. Diese Beteiligung würde dem KKL. eine gewisse Kontrolle über die Art des Kaufes und die Bedingungen ermöglichen, und er würde auf diese Weise an jedem neuen Punkte gewisse Bodenflächen für seine Zwecke zur Verfügung haben. Solche Böden könnten zu Wohnzwecken und zur Einrichtung von Hilfswirtschaften für jüdische Arbeiter in landwirtschaftlichen und industriellen Gebieten verwendet werden. In jüngster Zeit kam wieder die Frage einer großen Anleihe vom KKL. auf die Tagesordnung. Ebenso arbeitet der KKL. an der Erhöhung seiner Spendeneingänge und mobilisiert dazu alle seine Kräfte. Auf der anderen Seite warten weite. Strecken Landes

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