Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1936)
- Article
- Das Volksvermögen und das Volkseinkommen Palästinas
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 19 (sequence 7)
- Language
- German
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c) Ertrag von Kapitalanlagen im Auslande, nach Abzug des nach dem Auslande überwiesenen Ertrages ausländischer Kapitalanlagen im Inlande. Das gesamte »Volkseinkommen der Menschheit«, also die Gesamtproduktion der Welt an Sachgütern und Dienstleistungen (die Erträge der Auslandkapitalanlagen heben sich hier durch gegenseitige Verrechnung auf) hat im letzten internationalen Hochkonjunkturjahr 1928 im ganzen 32500 Mill. £P (damals noch Goldpfund) erreicht, wovon auf die USA 13.350, auf Großbritannien 2550, auf Deutschland 2400, auf die Sowjetunion 1750, auf Frankreich 1425 Mill. £P entfielen. Die Einkommensquote pro Kopf der Bevölkerung betrug somit damals in der Welt 16.250 £P, im einzelnen in den USA 11L250 £P, in Großbritannien 52.350 £P, in Deutschland 36.920 £P, in Frankreich 34.760 £P, in der Sowjetunion 11.510 £P. Seit 1928 bis zur Gegenwart ist infolge der Weltwirtschaftskrise das »Welteinkommen« um rund 35% gesunken. Nach diesem internationalen Überblick, der uns einen gewissen Gradmesser gewährt, betrachten wir jetzt das palästinensische Volkseinkommen der Gegenwart. Palästinas Volkseinkommen im Jahre 1935: 1. Zitrusproduktion............3 Mill. £P 2. Produktion der gemischten Landwirtschaft . . . 3 Mill. £P 3. Industrielle und handwerkliche Produktion . . . lx/i Mill. £P 4. Handels-, Bank- und Versicherungsgewinne, Erträge des Verkehrswesens, Entgelte für freiberufliche und öffentliche sowie nicht unter Position 3 erfaßte Dienstleistungen, Mieten und Pachten 5l/z Mill. £P 5. Ertrag palästinensischer Kapitalanlagen im Auslande, mit dem Ertrag ausländischer Kapitalanlagen in Palästina glatt saldiert.........— Mill. £P Nettovolksvermögen insgesamt . . . 19 Mill. £P Zum Posten 1: Neben dem Zitrusexport mußte hier natürlich auch der Inlandverbrauch mitgerechnet werden. Auf jüdisches Konto kommen etwa 1.8, auf arabisches 1.2 Mill. £P. Zum Posten 2: Ungefähr 2 Mill. £P vom Ertrag der gemischten Landwirtschaft entfallen auf arabische und 1 Mill. £P auf jüdische Betriebe. Zum Posten 3: Hiezu tragen branchenmäßig die Nahrungs- und Genußmittelindustrie mit 2 Mill. £P, die Industrien der Steine und Erden, insbesondere Zement- und Zementwarenproduktion, Baukeramik (einschließlich des Dienstleistungswertes der baugewerblichen Verarbeitung) usw. mit 1.5 Mill. £P, die Metallurgie und Technik (einschließlich des Dienstleistungswertes der baugewerblichen Verarbeitung mit 1.1 Mill. £P, die Textil-, Bekleidungs- und Lederindustrie mit 0.9 Mill. £P, die chemische und kosmetische Industrie mit 0.8 Mill. £P, die Holzbearbeitung (einschließlich des Dienstleistungswertes der baugewerblichen Verarbeitung mit 0.7 Mill. £Pt die Papier- und Druckindustrie mit 0.25 Mill. £P und andere gewerbliche Produktionszweige mit 0.25 Mill. £P bei. Auf den jüdischen Industrie- und Handwerkssektor kommen rund 6 Mill. £P, auf den arabischen 1.5 Mill. £P. Zum Posten 4: Die »Dienstleistungen« aller Art bieten für die Schätzung eine besonders komplizierte Aufgabe, da nur sehr wenig Unterlagen hinsichtlich des Dienstleistungswertes der baugewerblichen Verarbeitung importierten Baubedarfes sowie der Gewinne des Handels, des Verkehrs- und Bankgewerbes, des Hausbesitzes usw. vorhanden sind. Im ganzen erscheinen uns die genannten 5% Mill. £P nach Kenntnis der palästinensischen Verhältnisse nicht zu hoch gegriffen. Wir schreiben je 2 Mill. £P der