Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1936)
- Article
- Das Volksvermögen und das Volkseinkommen Palästinas
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 16 (sequence 4)
- Language
- German
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mäßig gemischt jüdisch-englischen Rutenberg-Elektrizitätsgesellschaft) jüdischer, 1 Mill. £P arabischer und 500.000 £P sonstiger (hauptsächlich englischer) Besitz. Zum Posten 4: Das Eisenbahnkapital der Regierung ist nach den Angaben des offiziellen »Blue Book« berechnet. Zum Posten 5: Hier war im wesentlichen nur Schätzung möglich. Wir rechnen davon 4j/2 Mill. £P auf Regierungsbesitz (Hafenanlagen in Haifa und Jaffa, Flugplätze, Autostraßen, Post und Telegraphen), 800.000 £P auf Verkehrseinrichtungen in jüdischem Besitz (davon etwa 150.000 £P auf unsere neue Handelsflotte) und 200.000 £P auf arabischen Besitz. Zum Posten 6: Bei der Bewertung sämtlicher Warenvorräte gehen wir davon aus, daß Palästinas Eigenproduktion an Waren, wie wir späterhin im einzelnen beim »Volkseinkommen« sehen werden, rund 13J^ Mill. £P jährlich beträgt, sowie unser Jahresimport an Auslandwaren gegenwärtig rund 18 Mill. £P, was insgesamt einen Warenumsatz von 31}/2 Mill. £P darstellt. Da es sich überwiegend um rasch verbrauchte Waren (z. B. Baumaterial, Lebensmittel) handelt, nehmen wir eine Lagerhaltung von rund 12% des Jahresumsatzes an und gelangen so — zuzüglich der Inventarwerte des Handels und der Finanzinstitute in Höhe von etwa 200.000 £P — zu der gemeldeten Zahl, von der etwa (da die Fellachen ihre Getreidevorräte gern längere Zeit in Erwartung günstigerer Preise zurückzuhalten pflegen, und da der konservative orientalische Kaufmann eine umfassendere Lagerhaltung liebt als sein westlicher Kollege) je die Hälfte auf jüdischen und arabischen Besitz entfallen mag. Zum Posten 7: Beim Baukostenwert sämtlicher Gebäude (soweit nicht schon in den Posten 1 bis 5 mit enthalten!) gingen wir davon aus, daß von 1924 bis zur Gegenwart nach amtlichen Angaben für rund 30 Mill. £P an Neubauten errichtet worden sind, und daß der Ende 1923 vorhanden gewesene Häuserbestand mit etwa 15 Mill. £P zu bewerten ist. Rechnen wir von jenem alten Bestand ein Sechstel als jüdischen Besitz und von der Neubautätigkeit von 1924 bis heute rund 75% als jüdische Leistung, so entfallen insgesamt, wenn wir schließlich noch 300.000 £P auf Regierungsbesitz (Verwaltungsgebäude, Schulen, Kasernen) und 1 Mill. £P auf Kirchen- und Klösterbesitz veranschlagen, rund 25 Mill. £P auf jüdisches und 18.7 auf arabisches Konto, wobei auch die Kommunalbauten rechnungsmäßig aufgeteilt sind. Zum Posten 8: Hier waren die Schwierigkeiten besonders groß. Einen gewissen Anhaltspunkt dafür, wieviel ein Palästina-Bewohner durchschnittlich an persönlichen Effekten hat, gab uns hinsichtlich des jüdischen Elements die Tatsache, daß nach der amtlichen Importstatistik die 44.143 (zu 96% jüdischen) Immigranten des Jahres 1934 für 499.120 £P persönliche Effekten mit ins Land brachten. In der Hauptsache handelte es sich dabei um Kleider, Wäsche, Haus- und Küchengeräte, Bettzeug, Bücher, während Möbel nur in relativ geringer Menge mitgebracht wurden. Im Durchschnitt wird daher wohl an persönlichen Effekten (ohne Möbel!) ein palästinensischer Jude etwa für 8 £P, hingegen ein palästinensischer Araber nur etwa für 3 £P besitzen, was bei 350.000 Juden rund 2.8 und bei 850.000 Arabern rund 2.55 Mill. £P ausmacht. Dazu kommt an arabischem Möbelbesitz ein Betrag von rund 850.000 £P (bei der Masse der 650.000 Fellachen kann von »Möbeln« noch so gut wie gar nicht die Rede sein) und an jüdischem Möbelbesitz von rund 3 Mill. £P. Schließlich bewerten wir die Bestände der Museen und Bibliotheken (neues Rockefeller-Museum Jerusalem, jüdische National- und Universitätsbibliothek Jerusalem, Stadtmuseum Tel Aviv usw.) vorsichtig mit rund 300.000 £P. Zum Posten 9: In Palästina ist der Gold- und Devisenverkehr nach innen und außen völlig freizügig. Die Araber sind gemäß traditioneller Hortungsgewohnheit mehr am Goldbesitz, die Juden auf Grund kaufmännischer und finanztechnischer Motive mehr am