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Palästina · 1935-12-01 · Heft 12 (Dezember 1935) · p. Seite 648

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Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 12 (Dezember 1935)
Article
Zur Hydrologie der Küstenebene Palästinas
Date
1935-12-01
Page
Seite 648 (sequence 20)
Language
German
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1. Aujaniederung und angrenzende Gebiete: Ein 15 km tiefer (parallel zur Grundwasserströmung gerechnet), über 9km breiter Streifen, 135km2 oder 135.000 Dunam im Ausmaß, ist restlos und dauernd bewässerbar, falls 4 m3/sec Auja- und nur so viel Grundwasser entnommen wird, wie nach allem Gesagten entnommen werden darf, ohne dessen Vorräte anzugreifen. Die Bewässerung dieser Fläche ist für dauernd sichergestellt. 2. Übrige Küstenebene nördlich der Linie Ramle—Te 1 Aviv: In den Gebieten ohne vorgelagerten Dünenstreifen. Aus dem Hauptgrundwasser ist bewässerbar ein Streifen von 3.9 km Tiefe (parallel zur Grundwasserströmung gemessen). Wird diese Fläche überschritten, so muß, um das Hauptgrundwasser nicht zu erschöpfen, das Gebirgsgrundwasser in Anspruch genommen werden. Die aus diesem ohne Gefahr der Erschöpfung bewässerbare Fläche ist zwar unbekannt, da die abgeführte Wassermenge des Gebirgsgrundwassers unbekannt ist. Jedenfalls dürfte diese größer sein als diejenige des Hauptwassers, so daß die aus Gebirgsgrundwasser bewässerbare Fläche unbesehen mit zumindest gleichfalls 3.9 km Tiefe anzusetzen ist. Sollte später einmal diese Fläche überschritten werden, so muß man zu Talsperrenwasser greifen. Das Gebirgsgrundwasser muß natürlich östlich der Küstenebene geschützt werden. 3. Südlich der Linie Raml e—T e 1 A v i v ist aus dem Hauptgrundwasser und dem Dünenwasser zusammen, ohne Raubbau zu treiben, ein Streifen parallel der Küste von 4.3 km Tiefe bewässerbar14. Sollte diese Fläche vergrößert werden sollen, so müßte Gebirgsgrundwasser, allerdings in Mischung mit Hauptgrundwasser, verwertet werden. Dies besagt, daß bereits bestehende Bewässerungsanlagen, welche Hauptgrundwasser verwerten, diesem Gebirgsgrundwasser beimischen müssen. Sollte die bewässerbare Fläche weiter vergrößert werden sollen, so kann dies nur mit Talsperrenwasser geschehen. P. S. Während dieser Aufsatz im Druck war, erhielt ich folgende Arbeiten: M. Avnimelech: Notes sur les calcaires d'el Kubab en Palestine; Entdeckung von vulkanischen Produkten zwischen Jerusalem und Jaffa. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Abhandlung interessiert .speziell die zweite dieser beiden Arbeiten, welche nachweist, daß außer dem von mir beschriebenen Vulkan bei Wilhelma noch andere in der Küstenebene und deren Vorbergen vorhanden sind. * * * Nachbemerk, d. Red. Dr. Picard, dem wir Kenntnis von dieser Arbeit gegeben haben, ersucht uns, folgende Bemerkungen hiezu abzudrucken: Soweit in meinem Artikel über das Wasserproblem (in Nr. 3 dieses Blattes) die Küstenebene berührt wird, brachte ich nur zu bekannte Ergebnisse, deren Forschung einer ganzen Reihe von Menschen zu verdanken ist (z. B. Awnimelech, Blake, Loewengart, Picard, Range, Ingenieure und Bohrfachleute, wobei Ing. Goldschmidt zweifellos als Wasseringenieur seinen wichtigen Anteil hat). Die Feststellung zweier durchgehender Hauptgrundwasserhorizonte ist zum ersten Male von mir öffentlich ausgesprochen worden. Der obere Grundwasserhorizont (Pliocän) in einem Artikel in der Zeitschrift »Construction and Industry« im Jahre 1927 und der untere Grundwasserhorizont (Turon) in dem in Rede stehenden Artikel in dieser Zeitschrift. Ebenso die Feststellung der wichtigen Quellinie Schuni—Ras-el-Ain. Vielleicht kam auch Ing. Goldschmidt zu ähnlichen Vorstellungen im Hinblick auf die letzteren Angaben. 14 Sehr ungünstig geschätzt.

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