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Palästina · 1935-12-01 · Heft 12 (Dezember 1935) · p. Seite 640

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Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 12 (Dezember 1935)
Article
Zur Hydrologie der Küstenebene Palästinas
Date
1935-12-01
Page
Seite 640 (sequence 12)
Language
German
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Wasser dem Küstenebenen-Hauptgrundwasser entzieht, so kommt man zu etwa 3 Mill. m3 je 1 km Küstenlänge pro Jahr oder im Mittel 0.095 m3/sec je 1 km, welche das Küstenebenen-Hauptgrundwasser, ehe es durch die großen Wasserfassungen in seinem Abfluß gestört worden war, dem Meere zuführte.7 Berechnet man ferner aus der Zunahme der Wassermenge des Küstenebenen-Hauplgrundwassers von Osten, wo der Strom am schwächsten ist, nach Westen, wo er immer stärker wird, den sich daraus ergebenden Anteil des Regens, welcher ins Grundwasser gelangt, so erhalten wir in der Nähe der Küste Werte zwischen 21 und 25%.7 Diese Werte sind recht hoch.8 Ursprung des Küstenebenen-Hauptgrundwassers. Aus dem bisher Gesagten ergibt sich, daß das Küstenebenen-Hauptgrundwasser gespeist wird: 1. Von den Regen, welche auf die Küstenebene fallen, und von denen ein Teil versickert. 2. Von Regenwasser, welches im Gebirge und den Vorbergen fällt, in den Schotterschichten der Wadis versickert, in diesen als Grundwasser abfließt und endlich in die Geröllschichten der Küstenebene gelangt, welche ja mit den Wadischottern im Verband stehen. 3. Von demjenigen (geringen) Teil des Abflusses der Wadis in der Küstenebene nach den Regen, welcher auf seinem Wege zum Meere versickert und das Grundwasser speist. . 4. Wasser aus anderen Horizonten gelangt ins Küstenebenen-Hauptgrundwasser hinein. Nördlich Ramie ist es das Gebirgsgrundwasser, welches zum Teil auf der Randverwerfung aufsteigend in das Küstenwasserebenen-Hauptgrundwasser eindringt. Dies kann natürlich nur dort stattfinden, wo das Potential des Gebirgs-Grundwassers an der Verwerfung höher ist als das des Küstenebenen-Hauptgrundwa'ssers. Dies ist der Fall in der Gegend Deir Tarif—Wilhelma bis Ras el Ein. Südlich Ramie ist das Potential des Gebirgs-Grundwassers geringer als dasjenige des Küstenebenen-Hauptgrundwassers, es kann daher hier kein Gebirgs-Grundwasser in das Küstenebenen- Hauptgrundwasser eindringen. Vielmehr dürfte es ohne Kontakt unter dem Küstenebenen-Hauptgrundwasser, von diesem durch Tertiärtone und bituminöse Kalke getrennt, nach Westen zu abfließen. Nördlich von Ras el Ein ist die Situation noch wenig erforscht. Siehe auch das unter »Schlucklinie« Gesagte9. Südlich von Ramie kommt Wasser aus jüngeren Horizonten, speziell aus der Gegend des Wadi es Sarar. Die Gegend Lydda—Saqye ist noch problematisch. Von den Anteilen 1—4 sind 1—3 salzarm, während 4 sich, speziell wo es sich um Gebirgsgrundwasser handelt, durch relativ hohen Salzgehalt auszeichnet, der offenbar von Norden nach Süden zu zunimmt. Dasjenige Wasser, welches aus jüngeren Schichten südlich Ramie in das Küstenebenen-Hauptgrundwasser eintritt, ist im allgemeinen weniger versalzen als das Gebirgsgrundwasser. Es zeigt sich übrigens, daß die Hauptmenge des Küstenebenen-Hauptgrundwassers aus den Anteilen 1—2 stammt, wobei wahrscheinlich wieder der Anteil 1 alle anderen ziemlich stark überwiegt. 7 Diese Zahlen stellen natürlich nur Größenordnungen dar. 8 Diese Zahlen variieren von Jahr zu Jahr. Je leichter die Regenfälle sind, um so stärker ist die Versickerung. Die angegebenen Zahlen beziehen sich nicht auf kahle Kurkarrücken und Sanddünen. 9 Wo in dieser Gegend die wasserführenden Sedimente der Küstenebene direkt auf dem Turon auflagern (vgl. Fußnote 1), ist der Austausch zwischen Gebirgsgrundwasser und Küstenebenen-Hauptgrundwasser ein sehr leichter, direkter.

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