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Palästina · 1935-12-01 · Heft 12 (Dezember 1935) · p. Seite 639

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 12 (Dezember 1935)
Article
Zur Hydrologie der Küstenebene Palästinas
Date
1935-12-01
Page
Seite 639 (sequence 11)
Language
German
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Kalke im Wadi es Sarar bis Um Kalkha hin wasserführend sind (Quelle Ein el Khawwar bei Um Kalkha). Der hohe Anstieg des Küstenebenen-Hauptgrundwassers möchte hier auf Einströmen des Wassers dieser beiden Horizonte in die Küstenebene zu erklären sein.5 Grundwassermengen. Die Strömung von Grundwasser in porösen Schichten von nicht allzu großen Hohlräumen, d. h. Schichten, wie die Horizonte des Küstenebenen- Hauptgrundwassers des betrachteten Gebietes, erfolgt nach dem Darcyschen Gesetze: »Die Grundwassermenge, welche einen bestimmten Querschnitt des Horizontes durchströmt, ist gleich dem Produkt von durchströmtem Querschnitt mal dem Grundwasserspiegelgefälle mal der Durchlässigkeitskonstante.« Während der dürchflossene Querschnitt aus dem hydrogeologischen Querprofil entnommen wird, das Grundwassergefälle sich aus der Grundwasserhöhenschichtenaufnahme ergibt, muß die Durchlässigkeit aus Pumpversuchen, bzw. aus den Ergebnissen der mechanischen Analyse errechnet werden, falls die wasserführende Schicht sandigen Charakters ist (Korngröße, Porenvolumen, Gehalt an abschlämmbaren Teilen).6 Als Durchlässigkeitskonstante der sandigen Schichten ergaben sich etwa folgende Werte: Als Mittel aus allen Pumpversuchen in dieser Region errechnete ich 0.00018 m/sec Als Mittel südlich der Auja.............. 0.00024 m/sec Als Mittel nördlich der Auja.............. 0.00014 m/sec In der Nähe der Küste war der Wert durchweg höher als weiter . landeinwärts und darf südlich der Auja mit........ 0.00028 m/sec angesetzt werden. Nördlich der Auja dürfte der Wert an der Küste nicht wesentlich verschieden sein. Diese Werte beziehen sich lediglich auf Schichten, in denen das Wasser mittels Filter gefaßt wird, d. h. sandige Schichten. Den porösen hellen Sandsteinen, welche in den unteren Partien des Küstenebene-Hauptgrundwassers auftreten und ein sehr wichtiges" und ergiebiges Grundwasserstockwerk darstellen, ebenso wie felsigem Kurkar, wird das Wasser nicht mittels Filters entzogen, sondern aus einem Loch, das am Ende der Bohrung in den Felsen geschlagen wird, unverrohrt stehen bleibt und als »natürliches Filter« von unbekannter Form wirkt (fälschlich werden derartige Wasserfassungen als »Quelle« bezeichnet, wogegen Quellen natürliche Wasseraustritte an der Oberfläche sind). Aus diesem Grunde kann man die Durchlässigkeitskonstante dieser Sandsteinhorizonte nicht bestimmen. Das einzige, was man aussagen kann, ist, daß sie aller Voraussicht nach größer ist als die des Sandes. Sie sei vorsichtig mit 0.0003 m/sec geschätzt. Allgemein ist der Grundwasserstrom im Osten wesentlich schwächer als im Westen. Seine Zunahme ist augenfällig, wenn man die geringe Mächtigkeit der wasserführenden Schichten am Ostufer des Grundwasserstromes vergleicht mit der großen Mächtigkeit in der Nähe der Küste. Mit diesen Zahlen kommt man zu dem Ergebnis, daß das Grundwasser, ehe ihm die beträchtlichen Wassermengen entzogen wurden, wie es heute der Fall ist, in denjenigen Gebieten, welche keinen Dünengürtel aufweisen, jährlich etwa 2.5 Mill. m3 je 1 km oder im Mittel 0.08 m3/sec je 1 km Küstenlänge ins Meer abführte. Legt man die Zunahme der Aujawassermenge zugrunde und die Breite, auf welche die Auja 5 Auch in der Gegend Tulkarm scheint sich ein Grundwasser in Gebirgsschichten zu befinden, welche jünger als Turon sind. Die Wassermengen sind zum Teil nicht unbeträchtlich. Vgl. (6), p. 16, und (1), p. 45—46. 6 Ich arbeitete zu diesem Zwecke eine Methode für hiesige Sande aus, fußend auf einer großen Anzahl von Pumpversuchen und mechanischen Analysen, die eine recht befriedigende Verknüpfung der Durchlässigkeit eines Sandes mit dessen mechanischen Eigenschaften ergab.

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