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Palästina · 1935-11-01 · Heft 11 (November 1935) · p. Seite 570

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 11 (November 1935)
Article
Die jüdische Tätigkeit in Palästina und ihr Einfluss auf das arabische Wirtschaftsleben
Date
1935-11-01
Page
Seite 570 (sequence 6)
Language
German
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denen zufolge sich 1934 die Einwanderungsziffer aus den Nachbarländern nach Palästina auf 25.000 belief, zutreffen. Nach offiziellen Angaben sind im Jahre 1934 8000 Menschen aus dem Hauran, Belka und anderen Gegenden Transjordaniens nach Palästina eingewandert. In den Monaten Jänner und Februar 1935 belief sich diesen Angaben zufolge die Zahl der Einwanderer auf rund 6000; sie verteilen sich folgendermaßen: Für März wird die Zahl der Hauraner, die ihre Dörfer verlassen haben, um in Palästina Arbeit zu suchen, auf 1500 angegeben. Dieses Entwicklungstempo bedeutet eine völlige Umwandlung der arabischen Wanderuugsbewegung Palästinas. Vor dem Kriege (1913) wanderten allein aus dem Bezirk Jerusalem 2000 Araber aus, ohne daß dem eine irgendwie ins Gewicht fallende arabische Einwanderung gegenüber gestanden hätte. In dem Zeitraum 1920 bis 1931 stand der arabischen Auswanderungsziffer von 16.447 eine Einwanderungsziffer von 9272 gegenüber. Bedeutete dieser jährliche Wanderungsverlust von rund 600 Menschen jährlich auch eine erhebliche Senkung des Wanderungsdefizits gegenüber der Vorkriegszeit, so stellte er doch immerhin einen Verlustposten dar. Im Gegensatz hiezu ist in den letzten Jahren die Auswanderungsbewegung nahezu zum Stillstand gekommen, während die arabische Einwanderung, wie die oben dargelegten Ziffern zeigen, in einem bisher in Palästina nicht gekannten Umfange gestiegen ist. Daß diese Anziehungskraft ihr Zentrum in den jüdischen Städten und Siedlungsgebieten hat, zeigt die jedem sichtbare Konzentrierung der Wanderarbeiter in diesen Gegenden. Aber auch die Entwicklung der einheimischen Bevölkerung in den größeren arabischen Dörfern ergibt bereits für die Periode 1922 bis 1931 eindeutig, daß die Zunahme der arabischen Bevölkerung in diesen Dörfern entscheidend bestimmt wird durch das Maß der Ausdehnung der jüdischen Siedlungen: Je stärker der Anteil der jüdischen Bevölkerung in einem Bezirk, um so größer ist auch die Zunahme der arabischen Bevölkerung in der betreffenden Gegend. In Gegenden, in denen der Anteil der jüdischen Bevölkerung 25% beträgt, weisen beispielsweise 10% der Dörfer eine Verdoppelung der arabischen Bevölkerung auf, in Gegenden, in denen sich der Anteil der jüdischen Bevölkerung auf 5 bis 15% beläuft, ist in 5% der arabischen Dörfer eine Verdoppelung eingetreten, während von den Dörfern, die in der Nähe nichtjüdischer Siedlungen liegen, nur 1% eine Vermehrung um das Doppelte aufweist. Daß die gesamte BevölkerungsVermehrung in Palästina ein einzigartiges soziales Phänomen darstellt, zeigt auch ein Vergleich der Gesamtvermehrung und der Steigerung der Dichte mit anderen Ländern und insbesondere mit den orientalischen Nachbarländern. Vom Jahre 1922 bis 1934 ist die Gesamtbevölkerung von 757.000 auf rund 1,250.000, also um 65% gestiegen; die jüdische Bevölkerung wuchs, im wesentlichen durch Einwanderung, von 84.000 auf 300.000, also um 216.000, d. h. um 255%, die nichtjüdische von 663.000 auf 950.000, zeigt also, obwohl bei ihr Wanderungsgewinne erst später und in beschränktem Umfang auftreten, die erstaunliche Zunahme von 43%. Dieser Satz übertrifft ähnliche Vergleichsziffern anderer Länder. So ist z. B. die ägyptische Bevölkerung in dem Zeitraum 1920 bis 1932 nur um 13% gestiegen, während es selbst das geburtenfreudige Japan nur auf 28% und ein Einwanderungsland wie Brasilien nur auf 38% bringen konnte. Das Maß der Steigerung der Bevölkerungsdichte in Palästina ist ebenfalls exzeptionell, wie die folgende Tabelle zeigt: Adjlun, Hauran..... Belka-Beduinen, Beni Hassan Belka-Fellachen und Kerak . 2500 3000 550

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