Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1935)
- Article
- Die Anleihe Tel-Avivs
- Date
- 1935-10-01
- Page
- Seite 520 (sequence 4)
- Language
- German
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PCOA Britische und koloniale städtische Anleihen (1933). Verschul- Verdung pro Städte Einwohner schuldung Einin £ wohner in£ Gesamteinkommen in£ Verschuldung geteilt durch Einkommen 133.000 118.000 140.000 135.000 114.000 69.000 92.000 110.000 65.000 6,030.000.- 7,000.000.- 5,200.000.— 2,800.000.- 5,090.000.- 2,750.000.- 1,460.000.- 1,000.000.— 43.- 59.- 856.000.- 690.000.— 37.- 875.000.- 21.- 1,110.000.- 659.000.— 395.000.- 758.000.- 7.0 10.0 5.9 2.5 7.7 6.9 1.9 45.- 40.- 16.- 9.- 305.000.-i) 3.2 — über 80.000.—4 — England: Wolverhampton . Preston .... Kanada: Quebec .... Ottawa .... •Neuseeland: Wellington . . Dunedin . . . Christchurch . . Palästina: Tel Aviv (1934) Jerusalem (1934) Wenn auch das Verhältnis der Einnahmen zu den Schulden in Tel Aviv heute ein günstiges ist, so wäre es noch günstiger, wenn von den Einnahmen die großen Beträge abgestrichen werden könnten, welche andere Munizipien als Hilfsgelder von ihren Regierungen erhalten. Rasch wachsende Kommunen müssen mehr borgen als langsam wachsende, die bloß auf natürliche Zunahme angewiesen sind. Das ist teilweise durch ihre größeren Bedürfnisse an städtischen Einrichtungen begründet, teils weil die Rückzahlungen nicht so rasch vor sich gehen. Auch andere Faktoren müssen in Betracht gezogen werden, so z. B. das Verhältnis der Schuld zu dem geschätzten Werte der Realitäten, dem Typus und der Mannigfaltigkeit der Industrien usw. Bei einer rasch wachsenden Gemeinde ist eine Planung auf lange Sicht besonders dringlich. Gewiß kann niemand die tatsächlichen Grenzen des Wachstums einer Stadt vorhersehen. Sie sollte daher verschiedene Alternativpläne vorbereitet haben. So ist es möglich zu sagen, daß, wenn Tel Aviv und Jaffa Million Einwohner haben, ein grüner Gürtel von einer gewissen Tiefe die Städte umgeben sollte. Wenn sie eine Bevölkerung von Y2 Million haben werden, sollte für einen zweiten solchen Gürtel gesorgt werden. Die Fragen des Transports und der Kanalisation können nur dann richtig bewältigt werden, wenn entsprechend vorgesehen wird. Außerdem ist es sehr leicht möglich, daß die Regierung von ihrem Enteignungsrecht Gebrauch zu machen hat, um zureichende Vorsorgen für wachsende Städte zu schaffen. Jedenfalls kann die Regierung nicht lange mehr fortfahren, Hilfsgelder zu verweigern. Ihre hastigen Verwaltungsexperimente in dieser Linie müssen großen wirtschaftlichen Schaden anrichten und das öffentliche Vertrauen untergraben. Die Aufgabe der Palästina-Regierung ist es nicht bloß, zu entscheiden, ob sie Hilfsgelder gewähren und Anleihen fördern will (d. h. in Abwesenheit eines lokalen »Loan«-Fonds, sich auf die bloße Bewilligung, Anleihen aufzunehmen, beschränken), sondern ein wirksames System der öffentlichen Finanzen aufzustellen, das sowohl die zentralen wie auch die lokalen Verwaltungen umfaßt. Dies ist notwendig, nicht bloß, um die Annehmlichkeiten der Lebensbedingungen zu vergrößern, sondern um die ge- 1 Veranschlagtes Einkommen.