Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1935)
- Article
- Das palästinensische Kali in der internationalen Kaliwirtschaft
- Date
- 1935-08-01
- Page
- Seite 467 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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dieses Resultat auf den weiteren Fall der Kalipreise auf dem Weltmarkt zurück. Man gibt sich aber der Hoffnung hin, daß mit einer Steigerung der Produktion auch die Produktionskosten progressiv gesenkt werden können, so daß schon für das Jahr 1936 die Ausschüttung einer Dividende von ZJ/j und 5l/2% auf die Vorzugsaktien erwartet wird. Im Zusammenhang mit dem Problem der Produktionssteigerung sind die Bemerkungen des Geschäftsberichtes hinsichtlich der Produktionserweiterung am südlichen Teil des Toten Meeres und das Projekt einer Drahtseilbahn Totes Meer—-Jerusalem interessant. Der südliche Teil des Toten Meeres ist flacher und für die Konstruktion von Verdunstungsbassins mit einer größeren Produktionsfläche geeigneter als die jetzt im Betrieb befindliche Anlage am nördlichen Teil des Toten Meeres. Die zur Verfügung stehende Fläche von 62 km2 wurde in drei Teile eingeteilt. Jeder dieser drei Abschnitte soll eine größere Produktionskapazität besitzen als die zurzeit in Betrieb befindliche Produktionsanlage am nördliche Teil des Toten Meeres. Man hofft, daß das erste Produktionsfeld im Jahre 1935 fertiggestellt wird. Die beiden anderen Flächen dürften innerhalb eines Jahres nach Beginn der Arbeiten betriebsfertig sein. Über die voraussichtlichen Produktionsmengen wird leider nichts berichtet. Es ist aber anzunehmen, daß nach Fertigstellung dieses Projektes die Produktion um ein Vielfaches gegenüber den zurzeit hergestellten Mengen gesteigert werden kann. Mit dem Problem der gesteigerten Produktion steht die Transportfrage in enger Verbindung. Der bisher übliche Transportweg (Autotransport Totes Meer—Jerusalem und von dort per Bahn nach Port-Said, Jaffa und Haifa) ist für den Transport großer Mengen ungünstig. Die Verwaltung erwähnt zur Behebung dieser Schwierigkeiten die Errichtung einer Drahtseilbahn vom Toten Meer nach Jerusalem, ein Projekt, das die Gesellschaft entweder selbst oder gemeinsam mit einem anderen Unternehmen ausführen will. Zahlen über die bisher produzierten Kalimengen werden leider nicht angegeben. Es wird in dem Bericht lediglich ein zufriedenstellender Absatz in 20 Ländern erwähnt. Verf. kann über den Export von Haifa aus privater Quelle folgende Zahlen zur Verfügung stellen: Kaliausfuhr in Tonnen Bruttogewicht von Haifa: Was die Konsumverteilung anbelangt, so ist hiezu folgendes zu sagen. Wie alle Kunstdüngersorten wird Kali hauptsächlich in Ländern mit intensiver Landwirtschaft verbraucht. Das sind in erster Linie Holland, Belgien (die in den letzten Jahren die Hauptkampfmärkte waren), Schweiz und die skandinavischen Länder. Die Empiremärkte, die für die Palestine Potash Co. besonders wichtig sind und zu denen die P. P. C. auf Grund ihrer bei der letzten Neugründung wieder zutage getretenen Beziehungen zur englischen Chemie-Industrie besonders günstig steht, bieten für das palästinensische Kali große Absatzmöglichkeiten. Dies um so mehr, als Palästina frachtmäßig zu Südafrika, Australien, Neu-Seeland und Indien nicht ungünstig liegt. Allerdings benötigen diese Länder keine großen Mengen Kali, da sie extensive Landwirtschaft haben und sich der hohe Kaliansatz bei den schlechten Agrarpreisen nicht lohnt. Mit einer Besserung der allgemeinen Weltwirtschaftslage, einer zufriedenstellenden Vergrößerung der Produktionsanlagen und der Lösung des Transport- 1932 1933 1934 1062 868 2037