Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1935)
- Article
- Das palästinensische Kali in der internationalen Kaliwirtschaft
- Date
- 1935-08-01
- Page
- Seite 466 (sequence 2)
- Language
- German
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Kali-Ausfuhr in Tonnen Bruttogewicht. Deutschland Frankreich Polen Spanien Rohu. Düngesalze Kalisulfat u. Chlorkalium Wert in Wert in Wert in 1000 RM T 1000 RM T 1000 Frcs. T T T 1931 . . 30.790 540.878 46.478 312.915 280.742 472.807 7 25.649 1932 . . . 23.408 461.005 20.981 162.757 185.302 321.744 7 65.989 1933 . . . 21.360 514.150 20.339 184.696 190.341 414.154 57.827 198.656 1934 . . 19.963 704.029 16.887 244.276 177.128 541.126 44.950 267.304 Die palästinensische Produktion hat, wie man sieht, bisher nur einen unbedeutenden Anteil an der Weltproduktion. Bemerkenswert an der Entwicklung der letzten Jahre ist folgender Tatbestand: Immer wieder erscheint ein neuer Produzent auf dem Weltmarkt. Er wird zunächst von den bisherigen Großproduzenten unterschätzt. Schließlich kann man aber die neue Konkurrenz nicht mehr übersehen; man verhandelt und versucht zu einer Abgrenzung der Interessensphären zu gelangen. Infolge der starken Senkung der landwirtschaftlichen Kaufkraft (siehe wertmäßiger Rückgang der Kaliausfuhr) in den letzten Jahren der Weltkrise ist man um so geneigter, von Konkurrenzkämpfen abzusehen und den Weg der Verhandlungen zu beschreiten. Neben den fünf bedeutenden kaliproduzierenden Ländern (Deutschland, Frankreich, Polen, Spanien und Rußland) kommen jetzt noch die Vereinigten Staaten und Palästina in Betracht. Die Kaliproduktipn in den Vereinigten Staaten ist nicht unbedeutend. Die Produktionsmenge reicht aber nicht aus, um den Inlandsmarkt zu decken. Es werden noch erhebliche Mengen von Europa nach U. S. A. exportiert. Der Erzeugung des palästinensischen Kali aus dem Toten Meer schenkt man zwar in internationalen Fachkreisen Beachtung. Es scheint aber, daß man an eine ernstliche Gefährdung des Weltmarktes durch die palästinensischen Kalisalze auf Grund der bisherigen niedrigen Produktionsziffern noch nicht recht glaubt. Die Dinge können sich aber ändern, wenn die Produktionspläne am südlichen Teil des Toten Meeres verwirklicht werden und die Transportfrage gelöst ist, so daß größere Mengen konkurrenzfähig auf den Markt gebracht werden können. Darauf ist weiter unten noch näher einzugehen. Über die Produktionskosten der verschiedenen Produzenten läßt sich im einzelnen natürlich nichts sagen. Die verschiedensten Gesichtspunkte spielen hier eine Rolle. In Deutschland war der bedeutende Inlandsabsatz bei der Kalkulation der Kaliexporte von Bedeutung. Man konnte die Kostenfrage bei dem Export ruhig vernachlässigen. In Frankreich ist der Staat an den Gruben interessiert. Die spanischen Kalibergwerke scheinen sehr billig zu produzieren. Auch hier hat die Regierung ein Interesse an der Produktion größerer Mengen. In Rußland kann das Kostenelement in gewisser Weise vernachlässigt werden. Zusammenfassend kann aber gesagt werden, daß alle Produzenten mehr oder weniger gute Dividenden verteilen. Bei der Palestine Potash Co. befindet man sich augenscheinlich noch im Anlaufstadium. Die Hauptschwierigkeiten sind noch nicht überwunden. Nach dem Geschäftsbericht der Gesellschaft vom Februar dieses Jahres, der anläßlich der Emission von Vorzugsaktien veröffentlicht wurde und interessante Einzelheiten über die Arbeit und das zukünftige Programm der Gesellschaft brachte, wird für das Jahr 1932 ein Verlust von 3422 £ und für das Jahr 1933 ein Gewinn von 924 £ ausgewiesen. Für das Jahr 1934 — der Abschluß ist noch nicht fertiggestellt — erwartet die Verwaltung wieder einen Verlust. Sie führt