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Palästina · 1935-08-01 · Heft 8-9 (August 1935) · p. Seite 415

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 8-9 (August 1935)
Article
Die Entwicklung der jüdischen Landwirtschaft in Palästina und ihr gegenwärtiger Stand
Date
1935-08-01
Page
Seite 415 (sequence 14)
Language
German
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chen in zweijährigen Kursen ausgebildet» In allen zusammen befinden sich etwa 180 Schülerinnen. Aus diesen Farmen gingen bisher etwa 1200 Schülerinnen hervor. Zum Zweck der praktischen landwirtschaftlichen Erziehung wurde 1927 Kfar Hanoar das Kinderdorf, in Ben .Schemen auf KKL-Boden gegründet. Die Zöglinge werden dort vom Kindesalter bis zum 18. Lebensjahr erzogen, und leben in einer landwirtschaftlichen Athmosphäre. Gegenwärtig befinden sich dort 292 Schüler. Knaben und Mädchen. Vor einem Jahr wurde die landwirtschaftliche Kadoorie-Schule beim Dorf Kfar Tabor im unteren Galiläa durch die Regierung eröffnet. In dieser Schule, die unter der Leitung von Agr. Sch. Zemach steht, werden 24 Schüler unterrichtet, ihrer Mehrzahl nach Söhne von Landwirten. In diesem Jahre wurde der Grund zu einer landwirtschaftlichen Mittelschule der Vereinigung der Farmer gelegt. In dieser Schule in der Nähe vom Chedera und Pardeß Ghana lernen 24 Schüler und Schülerinnen theoretische und praktische Fächer. Auch die Regierung hat ihren Teil an der Verbreitung landwirtschaftlicher Kenntnisse unter den jüdischen Bauern Palästinas. Die Instruktoren der landwirtschaftlichen Abteilung der Regierung stehen immer gern denen zur Verfügung, die ihren Rat suchen, sie dringen in alle landwirtschaftliche Gebiete ein und stehen in regem Verkehr mit den Bauern. Dieses Departement läßt auch viele Flugschriften in den drei offiziellen Sprachen des Landes drucken, die praktische Aufklärungsarbeit leisten. Die jüdische landwirtschaftliche Literatur hat sich in diesem Zeitraum beträchtlich ausgedehnt. Über 160 Bücher und Flugschriften hat, wie schon erwähnt, die landwirtschaftliche Versuchsstation herausgegeben und 79 Flugschriften ließ die Regierung drucken. Auch das Kolonisationsdepartment der zionistischen Organisation verbreitete etwa 20 Flugschriften, die der Landwirtschaft dienen. Vielen Nutzen brachte die Monatsschrift »Hassadeh«, die der gemischten Landwirtschaft gewidmet ist und die seit dem Jahre 1920 ununterbrochen erscheint. 14 ihrer Bände sind voll wertvollen Stoffes, der geeignet ist, den Bauer bei seiner täglichen Arbeit aufzuklären. Dem Zitrusbau ist eine eigene Zeitschrift »Hadar« gewidmet, die seit 7 Jahren in hebräischer und englischer Sprache erscheint. Die Wochenschrift »Boust'nai« des Farmerverbandes widmet seit 6 Jahren der landwirtschaftlichen Belehrung in jeder Nummer eine eigene Abteilung. Außer den obgenannten Zeitschriften erschienen auch Bücher über landwirtschaftliche Fragen. Erwähnt seien: »Hapardess« von Dr. Zagorodsky, »Der Zitrusbau« von Sch. Jedidja, »Der Weinstock« von J. Weiz, »Bananenzucht« von A. Horwitz, »Geflügelzucht« von M. Lewim, »Lebewesen« von Dr. Bodenheimer, »Gemüsebau« von A. Jaffe und andere mehr. Ich sprach zu Beginn meines Aufsatzes von einem Überblick, der der Wirklichkeit nahekommt. Am Ende meiner Ausführungen sage ich: die Wirklichkeit, wie sie ist — ohne daß ich meinerseits Erklärungen

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