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Palästina · 1935-08-01 · Heft 8-9 (August 1935) · p. Seite 414

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 8-9 (August 1935)
Article
Die Entwicklung der jüdischen Landwirtschaft in Palästina und ihr gegenwärtiger Stand
Date
1935-08-01
Page
Seite 414 (sequence 13)
Language
German
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Versuche für intensive Felder- und Gartenwirtschaft. Sie besitzt 1700 Dunam. Die Abteilung . der Versuchsstation in Kirjath Anawim befaßt sich auf 60 Dunam mit der Erforschung der Bergzone und unbewässerten Obstbäumen und Wein stocken. Eine zweite Zweigstation befindet sich in Gewath bei Nahalah Diese erforscht die Verhältnisse im Emek Jesreel und die Fläche für ihre Feld- und Pflanzungsversuche beträgt 1400 Dunam. Für Demonstrationszwecke unterhält die Station mehrere Lehrfeider in einigen Teilen des Landes, um den Landwirt in den verschiedenen landwirtschaftlichen Fragen praktisch zu unterweisen. Instruktoren auf verschiedenen Gebieten sind dafür tätig; zur Verbreitung landwirtschaftlicher Kenntnisse helfen nicht wenig die Bücher' und Flugschriften, die die Versuchsstation im Laufe des Jahres veröffentlichte, 160 an Zähl. Durch sie werden auch jene Ergebnisse der Untersuchungen aus den verschiedenen landwirtschaftlichen Zweigen resümiert, die aus den Erfahrungen im Lande selbst zustande gekommen sind. In der Periode, in der wir stehen, wird auch der landwirtschaftlichen Erziehung von Schülern und Schülerinnen ein breiter Raum gewährt und die Erziehung erfolgt auf unterschiedlichen Wegen und in besonderen Formen. Die Landwirtschaftsschule Mikweh Israel wurde erneuert mit dem Eintritt von Agr. A. Krause als Direktor, und nach dem Kriege arbeitete sie in engster Verbindung mit dem jüdischen landwirtschaftlichen Jischub und seinen Bedürfnissen. Die Schule gilt daher als ein Ort der Lehre und Arbeit und die Schüler, die aus ihr hervorgehen weisen gründliche und verläßliche landwirtschaftliche Kenntnisse auf. Bis zum laufenden Jähre verließen 750 Zöglinge der Landwirtschaft die Schule, von ihnen waren viele, die noch in ihrer Jugend von auswärts kamen, um ihre landwirtschaftliche Ausbildung zu vollenden, die große Mehrzahl ging in die Reihen der landwirtschaftlich Arbeitenden, besonders in die Arbeiterkibbuzim, und erfüllten hier die Rolle der Lehrer und Führer für die zahlreichen Genossen, die von auswärts kamen. Der Vermittlung der landwirtschaftlichen Erziehung an junge Mädchen dienen die Schulen in Nahalal und Ajanoth bei Ness Zionah; in der ersten, gegründet im Jahre 1923 unter der Leitung von Frau Ch. Meisel-Schochat, lernen 98 Arbeiterinnen, und bis heute haben 278 landwirtschaftlich ausgebildete Schülerinnen die Anstalt absolviert. Die Schule in Ajanoth wurde 1930 unter der Leitung von Fr. Ada Fischmann gegründet, sie hat 70 Schülerinnen und schon 46 ausgebildet. Die Arbeiterinnenfarmen, die zuerst vom Kolonisationsdepartment der Zionistischen Organisation, dann von der Wizo gegründet wurden, haben ebenfalls das Ziel, den Mädchen eine landwirtschaftliche Ausbildung zu vermitteln, und zwar durch praktische Arbeit, verbunden mit theoretischem Unterricht. Diese Farmen wurden in den letzten 10 Jahren in den Dörfern: Petach-Tikwah, Schchunath Borochow, Nachlath Jehudah, Chedera, Afuleh, und in den Städten Jerusalem und Tel-Aviv gegründet, sämtlich auf KKL-Boden. Alle gebräuchlichen Wirtschaftszweige sind in ihnen vertreten und in jeder Farm werden 20 bis 30 Mäd-

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