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Palästina · 1935-08-01 · Heft 8-9 (August 1935) · p. Seite 416

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 8-9 (August 1935)
Article
Die Entwicklung der jüdischen Landwirtschaft in Palästina und ihr gegenwärtiger Stand
Date
1935-08-01
Page
Seite 416 (sequence 15)
Language
German
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oder Schlußfolgerungen hinzufüge. Ich überlasse1 es dem Leser, mag er sie je nach seiner Ansicht finden. Nur eines geht aus allem, was ich gesagt habe, klar hervor: Es gibt Fortschritt und Entwicklung, aber zu wenig für den Genius der jüdischen Wiedergeburt, der da befiehlt: Kein Volk kann zur Wiedergeburt gelangen und bestehen, wenn nicht seine Mehrheit mit dem Boden verbunden ist. Und wir sind davon noch weit, weit entfernt. Die Grundtypen der jüdischen Kolonisation in Palästina Von Dr. G* Cyderowitsch, Tel-Aviv. Das Gerüst des jüdischen Kolonisationswerkes in Erez Israel ist in seinem Aufbau vielfältig und kompliziert, so daß es'nicht leicht ist, ohne weiteres die charakteristischen Züge und damit auch die Typisierungsmerkmale der einzelnen Gruppeneinheiten herauszuschälen. Im Verlauf der Entwicklung haben sich aus ideologischen Grundprinzipien und aus realen Lebensnotwendigkeiten heraus Kolonisationsgebilde kristallisiert, die — will man sie auf ihre Eigenheiten untersuchen — einer mehr oder minder genauen Klassifizierung bedürfen. Allgemein bekannt sind die vier Grundtypen der jüdischen Kolonisation, die ihrem Aufbau und ihrem Grundcharakter nach die jüdische Arbeitersiedlung repräsentieren: die Kwuzah, der Kibuz b'Moschawah, der Moschaw Owdim und der Irgun Poalim l'hitjaschwuth. Die wesentlichen Unterschiede und die sie kennzeichnenden Merkmale erfordern jedoch eine nähere Erörterung, einmal unter dem Gesichtspunkt einer Typisierung, andermal hinsichtlich des Ansiedlungsstadiums und schließlich bezüglich ihres Tätigkeitscharakters. In der Aufgliederung nach Kolonisationstypen sind vorerst die Kwuzoth hervorzuheben. Ihre Anzahl stellt sich gegenwärtig auf 28 Einheiten mit einer Gesamtziffer der Chawerim (Kwuzah-Mitglieder) in Höhe von 3436. Auf die Veränderungen im Mitgliederbestand kommen wir unten in anderem Zusammenhange noch zurück. Hier sei zunächst die Kwuzah als Siedlungstypus besonderer Art und besonderer Prägung charakterisiert und ein Vergleich mit ähnlichen Gebilden herangezogen, um die Unterschiedlichkeiten zu veranschaulichen. Die Hauptmerkmale der Kwuzah lassen sich im großen und ganzen wie' folgt formulieren: Die Produktionsgrundlagen und die Art der Lebensführung tragen bei ihr einen ausgesprochen kollektiv-gemeinschaftlichen Charakter. Der Boden ist ganz überwiegend Nationaleigentum der jüdischen Fonds. Die Ansiedlung ist und wird durch nationale Mittel in die Wege geleitet und vorangetrieben. Nur eigene Arbeitskraft kommt in Betracht. Das Einkommen beruht hier so gut wie ausschließlich auf den Erträgen der Eigenwirtschaft. Unbeschränkte Gleichberechtigung eines jeden Mitgliedes ist das Hauptprinzip des gemeinschaftlichen Kwuzah-Lebens. Nach einer bestimmten Anlaufszeit, in der Regel ein Jahr, wird der Anwärter (Kandidat) der Kwuzah

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