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Palästina · 1935-08-01 · Heft 8-9 (August 1935) · p. Seite 412

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 8-9 (August 1935)
Article
Die Entwicklung der jüdischen Landwirtschaft in Palästina und ihr gegenwärtiger Stand
Date
1935-08-01
Page
Seite 412 (sequence 11)
Language
German
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Der Bedarf an Lebensmitteln, die im Lande erzeugt werden könnten, wird um große Beträge importiert. Im Jahre 1933 wurden eingeführt: Milchprodukte um. ... . 120.000 £P Fleisch......... 209.600 £P Eier.......... 75.000 £P Obst.......... 115.000 £P Gemüse und Kartoffel . . . . 67.000 £P Zusammen . . . 586.600 £P Wenn wir dazu Wein und Öl rechnen, dann kommt der Wert der eingeführten Produkte der gemischten Wirtschaft dem Wert der Landesproduktion gleich; darüber hinaus ist der Import im Jahre 1934 gewiß gestiegen, und wenn wir den Import von Getreide und Mehl dazurechnen, der auf über 1 Million Pfund geschätzt wird, dann überwiegt der Import bei weitem die gesamte Produktion der jüdischen Landwirtschaft in Palästina. Daraus erkennen wir unseren Irrtum, daß wir, anstatt die Nahrungsmittel zu erzeugen, die uns vom Import unabhängig machen, Produkte hervorbringen, für deren Absatz wir vom Ausland abhängig sind. Sicherlich ist die Produktion der jüdischen gemischten Wirtschaft geringer, als die der arabischen. Es ist schwer, das Mengenverhältnis zwischen den beiden festzustellen, da uns über die arabische Wirtschaft die Zahlen fehlen, aber man kann aus Analogien schließen, daß an Milch- und Milchprodukten der Anteil der Juden etwa 15 bis 18% beträgt, bei Eiern 30 bis 35%, bei Gemüse 10 bis 15% und so auch in den übrigen Wirtschaftszweigen, außer bei Zitrus und bei Trauben zur Weinerzeugung. Obwohl der größte Teil der Erzeugung der arabischen Landwirte zur Deckung des Eigenbedarfes dient, übersteigt jener Teil, der auf die inneren Märkte kommt, dennoch die jüdische Produktion und nimmt einen beträchtlichen Teil auf den jüdischen Märkten ein. Um den Bedarf der heutigen jüdischen Bevölkerung Palästinas an Produkten der gemischten Wirtschaft zu befriedigen, müßten wir noch 8000 Wirtschaften oder etwa 100 Dörfer vom Typus Nahalal haben. Wenn wir die Mengen der jüdischen landwirtschaftlichen Produktion in diesem Jahr mit jenen nach der Eroberung des Landes durch die Engländer vergleichen, so finden wir -einen Anstieg, der mehrmal Zehnfaches beträgt. Beim Zitrusexport stieg der Anteil der Juden von 300.000 Kisten (1920) auf 3,005.000 Kisten (1933/34), beim Verkauf der übrigen Produkte der Landwirtschaft von 1000 £P (1920) auf 70.000 (1925), 230.000 (1930) und 453.000 (1934). Eine der wichtigsten Ursachen, die die rasche Entwicklung der Landwirtschaft herbeiführte, war der Fund von Wasser in den Tiefen der Erde an Orten, die man noch vor 10 Jahren als unwiderruflich trocken gehalten hat. Und nicht nur das, sondern die aufgefundenen Quellen sind auch reich an Wasser, so daß sie hunderte von Kubikmeter in der Stunde geben. Die Brunnen in Kerkur, Wadi Ära in Schomrom, von Jadjur, Kfar Chassidim, Tel Adaschim, Afule und Beth Alpha im Emek Jesreel, von Jabniel und Sedjera in Untergaliläa und viele Dutzende

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