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Palästina · 1935-06-01 · Heft 6 (Juni 1935) · p. Seite 295

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 6 (Juni 1935)
Article
Die natürliche Bevölkerungsbewegung als Grundlage sozialbiologischer Betrachtung des Judenproblems in Palästina
Date
1935-06-01
Page
Seite 295 (sequence 5)
Language
German
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Diese Tabelle gibt uns eine Übersicht über Häufigkeit der Schwänge- 295 rungen in den einzelnen Altersklassen und in vier verschiedenen Bevölkerungsgruppen an einem für palästinensisch-jüdische Verhältnisse recht beträchtlichen Material. Bei den Aschkenasinnen folgen im (2. und) 3. Jahrzehnt die Schwangerschaften langsamer als bei den Sephardinnen, bei diesen langsamer als bei den Jemenitinnen oder bei den kurdischen, persischen und sonstigen orientalischen Jüdinnen. Im Alter von 25—34 Jahren sind die gruppenbedingten Differenzen in der erreichten Schwangerschaftszahl größer als früher oder nachher. Letztere Erscheinung ist interessant und vielleicht auch wichtiger als es im ersten Moment zu sein scheint. Dürfte sie doch darauf hinweisen, daß die Fruchtbarkeit der orientalischen Jüdin in früherem Alter nachläßt, früher erschöpft wird. Ich möchte dies einstweilen noch nicht mit Sicherheit behaupten; es müssen noch weitere Unterlagen gesammelt werden, ehe man an eine Analyse dieser anscheinend, sozial bedingten Erscheinung herantritt. Tabelle XIV. Durchschnittsalter der Wöchnerinnen zur Zeit der Geburt, in Jahren Spital Zahl 1. Krankenkasse im Emek, Aschkenasim (1928/32) . . 900 2. Hadassa, Tel-Aviv (1930/31), Sephard, ... 185 andere Orientalinnen . . .163 3. Warschau15 (1927), Jüdinnen Das Durchschnittsalter der Aschkenasin ist je nach der Geburtenzahl um 4.5 bis 8 Jahre höher als das der Orientalin. Die arabische, kaukasische, kurdische, persische, mesopotamische Jüdin, die über zehnmal geboren hat, ist durchschnittlich kaum um ein Jahr älter als die Aschkenasin mit vier Graviditäten. Der Unterschied ist so groß, daß wir die Ungenauigkeiten in den Altersangaben der orientalischen Jüdinnen als belanglos in Kauf nehmen können. Das Ergebnis der XIV. Tabelle ist nicht nur aus demographischen Gründen interessant. Die Pause zwischen den Geburten ist, medizinisch betrachtet, sehr wichtig. Bei zu rascher Aufeinanderfolge der Geburten leidet der weibliche Organismus. Das frühe Altern der Orientalin ist wahrscheinlich in erster Reihe Folge zu kleiner Pausen zwischen den einzelnen Schwangerschaften. Nach Untersuchungen, die knapp vor dem Weltkriege in Sachsen durchgeführt wurden, betrugen dort die Pausen bei verheirateten Frauen mit 2 Geburten 32 Monate, bei solchen mit 3—5 Geburten je 34—35 Monate, bei Frauen mit noch mehr Geburten bloß 27 Monate. — Unsere Untersuchung ist nicht so genau. Die Tabelle ist auch auf andere Weise gewonnen. Ich habe bei Mehrgebärenden keine Angaben über die Zeit der vorletzten und der ersten Schwangerschaft gehabt, 1 2 3 4 7-9 10 usw. Geburt, in Jah: ren 25 28 30 34 38 43 21 23 26 28 34 37 20.5 21.5 22.5 26 32.5 35 27 29.5 31.5 34 40 41 Cit. nach Ruppin, Soziologie der Juden, Bd. I, Jahr 1930.

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