Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1935)
- Article
- Die Assanierungsprojekte für Hule
- Date
- 1935-06-01
- Page
- Seite 290 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2379786-2379926-2379933-2404698--20311-2404916- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
sionserwerbung. Die notwendige Erdbewegung wird rund 2,000.000 m3 betragen, die Dauer der Arbeiten kann zwischen 3 und 4 Jahren angenommen werden. Zur Trockenlegung allein, also zur Urbarmachung der Gründe, werden 215.000 £P erforderlich sein, für die Errichtung der Bewässerungskanäle 80.000 £P, welch letztere Summe aber streng genommen schon als Investierung zur Erhöhung des Bodenertrages anzusehen wäre. Die Kosten der Detailirrigation, die von den einzelnen Siedlern zu leisten sein werden, schätzt Ing. Dr. Werber auf zirka 140.000 £P. Es ergibt sich also folgende Rechnung: Von den 57.200 Dunam des Konzessionsgebietes werden 3700 Dunam für technische Anlagen, 12.000 Dunam für den See wegfallen. Für die restlichen 41.500 Dunam ergeben sich 295.000 £P an Kosten der Meliorisierung, somit 7.2 £P je Dunam. Berücksichtigt man den Umstand, daß laut Konzessionsbedingung 15.000 Dunam an die bisherigen Bewohner abzugeben sind, so ergeben sich für die in jüdischen Händen verbleibenden 26.500' Dunam die Kosten mit 11.3 £P je Dunam. Nimmt man die oben erwähnten Kosten der Detailirrigation hinzu, so erhöht sich der Betrag auf 17 £P je Dunam, was den Gesamtbetrag der Meliorisierung darstellt. Der Vortragende bezeichnet diesen Preis als durchaus rentabel, da es sich um landwirtschaftlich erstklassigen Boden handelt und die gesamte Ent- und Bewässerung bereits eingerechnet ist., der Boden also zur Kultivierung vollständig vorbereitet wird. Diese Darstellung zeigt das Projekt, wie es zur Zeit der Konzessionserwerbung vorlag. Inzwischen hat der Vortragende seine Vorschläge noch in mehrfacher Hinsicht verbessert. Vor allem schlägt er jetzt die vollständige Trockenlegung des Hulesees vor. Dagegen sprechen allerdings ästhetische Gründe; man muß aber bedenken, daß ein bebautes Tal, wie das Emek Israel zeigt, auch ein sehr schönes Bild gibt und daß in nächster Nähe des Hulesees der viel größere und wunderschöne Kinereth-See liegt. Dafür wird durch die Trockenlegung die Gegend sicherlich viel gesünder werden, vor allem aber wird damit der jüdische Bodenbesitz um 12.000 Dunam ausgezeichneten Bodens vermehrt und es ist sicher, daß die Landwirtschaft weitaus höhere Erträge abwerfen wird alsi die Fischzucht, die bisher im See betrieben wurde. Durch die Trockenlegung würde auch die Rentabilität sehr gehoben, da der Gesamtbetrag der Meliorisierung auf 11.7 £P je Dunam fallen würde. Der Vortragende betont, daß die angegebenen Kosten absolut sichere Werte darstellen mit der bei solchen Anlagen üblichen Toleranz von 5 bis 10%. Eine weitere Änderung des Projektes, die auch die Kosten weiter reduzieren würde, ergibt sich durch die Verbindung mit einem Meliorisierungsprojekt des Vortragenden für das Gebiet im Norden der Konzession, das wohl kein Sumpf ist, aber unter der Nässe sehr leidet. Dieses Projekt, für das sich insbesondere die Regierung sehr interessiert, steht zurzeit im Stadium der Verhandlungen aller zuständigen Instanzen und der Vortragende betonte, daß sich damit ein neues Feld gemeinsamer Arbeitsmöglichkeit der Jewish Agency und der Regierung ergäbe, was auch für die politische Verständigung von