Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1935)
- Article
- Die Assanierungsprojekte für Hule
- Date
- 1935-06-01
- Page
- Seite 291 (sequence 5)
- Language
- German
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- Safed 1× ep/1046078
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Vorteil sein könnte. Schließlich erwähnte Ing. Dr. Werber noch ein 201. Gesamtprojekt der Wasserversorgung Nordpalästinas, an dem er derzeit arbeitet und das bei seiner Durchführung ebenfalls eine günstige Rückwirkung auf die Arbeiten im Hulegebiet haben würde. Die natürliche Bevölkerungsbewegung als Grundlage sozialbiologischer Betrachtung des Judenproblems in Palästina Von Dr. Sigismund PeUer, Jerusalem. (Schluß.1) Soviel über die Arbeiterschaft. Ist das städtische Bürgertum der aschkenasischen Bevölkerungsgruppe um diese Zeit viel kinderreicher gewesen? Nach den europäischen Erfahrungen wäre die Frage sehr verwunderlich. Weiß doch jeder, daß Ehen des Proletariats stets kinderreicher waren als die des Bürgertums. Nach dem Weltkriege haben sich zwar die Arbeiter weit stärker von ihrem vorherigen Fortpflanzungsniveau entfernt als das Bürgertum von seinem. Daher wurde der diesbezügliche Unterschied zwischen den beiden großen Gesellschaftsschichten vermindert, aber noch nicht ausgeglichen — zumindest nicht bis in die ersten Jahre der Weltwirtschaftskrise. Ich führe zur Illustration eine kleine Tabelle über Wien an. Tabelle IX. Geburten pro 1000 Bezirksbewohner in Wien. Bürgerliche Bezirke Proletarische Bezirke IV. VIII. X. XVI. Jahr 1912 ...... 64 71 298 182 Jahr 1930 ...... 58 47 128 101 Ich weiß nicht, wie groß die Kinderzahl pro bürgerliche Ehe der aschkenasischen Gruppe in der oben erörterten Zeit — 1925/27 —- gewesen ist. Sie muß größer gewesen sein als die der Arbeiterehe, schon der Altersgliederung wegen. Aber auch noch aus anderen Gründen. Ist doch ein nicht geringer Teil des aschkenasischen Judentums in Palästina orthodox. Und wenn wir auch die Gruppe der polnisch-ungarischen Chalukah-Juden in Jerusalem, Safed usw. aus den Reihen des im Wirtschaftsleben stehenden Bürgertums ausschließen, bleiben noch immer glaubenstreue Lehrer, Krämer, Händler und Handwerker zurück, die die Fortpflanzungssitten des europäischen Ostens nicht ganz verlassen haben. Ich kann zur Illustration bloß die Gliederung der Gebärenden des Emekspitals mit denen der aschkanasischen Gebärenden der Hadassaspitäler in Tel-Aviv und Jerusalem nach der Geburtsnummer vergleichen. 1 Siehe Nr. 5, Seite 237.