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Palästina · 1935-06-01 · Heft 6 (Juni 1935) · p. Seite 289

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 6 (Juni 1935)
Article
Die Assanierungsprojekte für Hule
Date
1935-06-01
Page
Seite 289 (sequence 3)
Language
German
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bereits vor ihm an der Lösung der Aufgabe gearbeitet haben. Obwohl seit 1917 mehrere solche Projekte fertiggestellt wurden, war die P. L. D. C. genötigt, vor Erwerbung der Konzession Ing. Dr. Werber mit den Arbeiten für ein ganz neues Projekt zu betrauen. Dies aus dem Grunde, weil die Angabe der erforderlichen Kosten in den vorliegenden Berichten gewaltige Unterschiede aufweisen, die sich zwischen 40.000 und 1,400.000 £P bewegen; das rührt von der in den einzelnen Projekten stark divergierenden Schätzung der abzuleitenden maximalen Wassermenge her, die in einem Projekt mit 60 m3/Sek., in einem anderen mit 1400 m3/Sek. angenommen wurde. Der Konzessionserwerbung legte die P. L. D. C. die in dem Projekt des Vortragenden auf Grund sorgfältiger Überlegungen berechnete Höchstwassermenge von 218m3/Sek. und die von ihm angegebenen Kosten der Trockenlegung in der Höhe von 215.000 £R zugrunde. Die vom Vortragenden und seinejci Mitarbeitern nach Erwerbung der Konzession in der letzten Regenperiode über Auftrag der P. L. D. C. durchgeführten Messungen, die nach den modernsten Methoden im gesamten Gebiet durchgeführt wurden, ergaben eine maximale Abflußmenge von 230 m3/Sek., also eine Abweichung von nur 5% gegenüber der im Projekt angenommenen Menge. Dazu bemerkt der Vortragende, daß die Regenperiode in der Intensität der Wassermengen der stärksten bisher bekannten Periode vom Jahre 1929 vollkommen gleich kam, so daß das gemessene Maximum als absolut zuverlässig betrachtet werden kann. Die relativ geringen Kosten seines Projektes erreicht Ing. Dr. Werber durch seine gegenüber den früheren Projekten stark abweichenden Vorschläge für die Wasserabführung. Während die ersten Projektanten den Abfluß der Wassermengen in Kanälen unterhalb der Terrainhöhe vorgesehen hatten, was natürlich mit besonders großen Erdbewegungen und hohen Kosten verbunden ist, schlägt der Vortragende Kanäle mit Doppelprofil vor, so daß zwar das Nieder- und Mittelwasser unter Terrainhöhe abfließt, wodurch die Entwässerung des ganzen Gebietes gesichert ist, das Hochwasser aber über Terrainhöhe zwischen Dämmen von maximal 2 Meter Höhe; das ergibt eine außerordentliche Kostenersparnis. Das benötigte Profil soll südlich des Hulesees durch eine Regulierung des unteren Jordan erreicht werden, während im Norden an Stelle des oberen Jordan, dessen Gefälle zu gering ist, ein Hauptentwässerungskanal angelegt werden soll. Zu dessen Unterstützung sollen sowohl am West-, wie am Ostrand der Huleebene je ein Randkanal die von den Seitenabhängen kommenden Wassermengen, die, wie erwähnt, zirka 30% der Gesamtmenge betragen, direkt in den See ableiten, wobei der östliche Randkanal gleichzeitig als Bewässerungskanal gebaut werden kann. Dieses System muß natürlich durch eine große Zahl kleinerer Zuführungskanäle ergänzt werden. Am südlichen Ende des See& soll eine Schleuse die Regulierung des Seewasserspiegels ermöglichen. Der See soll auf eine Fläche von 12.000 Dunam verkleinert werden. Der Vortragende behandelte ferner die Frage der Kosten seines Projektes und damit im Zusammenhang die Rentabilität der Konzes-

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