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Palästina · 1935-05-01 · Heft 5 (Mai 1935) · p. Seite 241

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 5 (Mai 1935)
Article
Die natürliche Bevölkerungsbewegung als Grundlage sozialbiologischer Betrachtung des Judenproblems in Palästina
Date
1935-05-01
Page
Seite 241 (sequence 5)
Language
German
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men sind, am kinderreichsten. Dazwischen lagen die Ziffern der aschkenasischen Frauen, die sich aus Kleinbürger- und Arbeiterkreisen der Städte und der alten Kolonien rekrutierten. — Die Spanne zwischen Aschkenasinnen und Orientalinnen ist recht groß, namentlich im dritten Lebensjahrzehnt. Die 26—30jährige orientalische Jüdin hatte im Jahre 1925/26 zwei- bis dreimal so viel Geburten hinter sich wie die Aschkenasin des gleichen Alters. — In einer anderen Form kommen diese Unterschiede zum Vorschein, wenn man die Wöchnerinnen nach der Geburtenfolge aufteilt. Diese Berechnung führte ich an einem Teil des Materials von 1926/27 durch. Tabelle VI. Geburtenfolge und Alter der aschkenasischen und orientalischen Wöchnerinnen in dem Hadassaspital im Jahre 1926/27. Absolute Zahl der Frauen, die Alter und Gruppe 1 2 3 4 5-7 8 usw.? Summe mal geboren haben a) 21—25jährige Aschkenasinnen . . . . 296 61 25 5 2 1 9 399 Orientalische Jüdinnen . 3 15 20 14 18 1 5 76 b) 26—30jährige Aschkenasinnen . . . . 105 63 60 22 24 1 7 282 Orientalische Jüdinnen . 4 2 6 11 31 3 5 62 c) 31—40jährige Aschkenasinnen . . . . 10 21 20 23 46 10 2 132 Orientalische Jüdinnen . — — 2 5 7 11 1 26 Die meisten 21—30jährigen Frauen der aschkenasischen Gruppe waren Erst gebärende, unter den orientalischen Jüdinnen dieses Alters waren die meisten Dritt- bis Fünftgebärende. Unter den 31—40jährigen Orientalinnen gab es in unserem Material keine einzige Erstgebärende. Das mag Zufall der kleinen Beobachtungszahl sein, aber auch in einer späteren, viel größeren Untersuchungsserie fand ich in den orientalischjüdischen Bevölkerungsgruppen nur vereinzelt über 30jährige Erstgebärende. Hat eine Orientalin bis zum 30. Lebensjahr nicht geboren, so ist sie eben in der Regel steril. Bei den palästinensischen Aschkenasinnen ist dagegen Spätehe und Erstgeburt im vierten Lebensjährzehnt nicht sehr selten. — Groß ist der Unterschied in der Häufigkeit kinderreicher Ehen. Mehr als 4 Kinder hatten von den 21—25jährigen Aschkenasinnen 0.7%, von den gleichaltrigen Orientalinnen 27%, von den 26—30jährigen 9% (aschk.), bzw. 60% (orient.), von den 31- bis 40jährigen 43%, bzw. 72%. Wie häufig kinderlose Ehen sind, läßt sich naturgemäß am geburtshilflichen Material nicht berechnen. Es scheint, daß dieser Bruchteil im aschkenasischen Bevölkerungsteil Palästinas recht ansehnlich war und ist. Zumindest geht das aus einer Erhebung hervor, die im September 1926 veranstaltet wurde. Es wurden damals die jüdischen Arbeiter nach Familienstand, Kinderzahl, Aufenthaltsdauer im Lande, Zugehörigkeit zur Gewerkschaft usw. ausgezählt. 43.690 Seelen wurden erfaßt, also mehr als ein Viertel aller damaligen jüdischen Landeseinwohner. Von 31.836 Erwachsenen beiderlei Geschlechtes waren 15.680 ledig. 8219 Ehen hatten insgesamt 10.594= 1.29 Kinder pro Ehe. 38% der erfaßten Arbeiterehen waren kinderlos, 27.5% der Ehen hatten bloß 1 Kind, 16.7% hatten 2, 9.7% hatten 3, 4.5%

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