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Palästina · 1935-04-01 · Heft 4 (April 1935) · p. Seite 209

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Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 4 (April 1935)
Article
Wirtschaft. Von Dr. J. Adler, Tel-Aviv.
Date
1935-04-01
Page
Seite 209 (sequence 3)
Language
German
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firmen sowie dein Hypothekenbedarf des städtischen Baumarktes die Kapitalien immer reichlicher und auch immer billiger offeriert werden, ist auf, der anderen Seite freilich das Problem des landwirtschaftlichen Realkredits und der langfristigen Kreditgewährung für Mittel- und Klein-Industriebetriebe noch immer nicht gelöst. Die seit langem erörterte Errichtung einer Agrar-Hypothekenbank wird immer wieder vertagt, der an sich so gesunde Kapitalhunger unserer aufstrebenden Industrien wird immer noch zu Finanzierungsmethoden gezwungen, die im Falle einer Krise den unheilvollsten Effekt haben können (Ersatz fehlender Betriebskapitalien durch Kredit der Warengläubiger auf Wechselbasisl) — und nur für eine der schwierigen Kapitalbeschaffungsfragen erscheint jetzt ein Versuch zur Lösung unternommen, nämlich hinsichtlich des Hypothekenbedarfs der Landarbeiter-Kleinsiedlungen durch die soeben begründete Institution der »Batei Kfar, Ltd,«. Zitrus-Früchte: Da das spanische Angebot am englischen Orangen-Markte durch die Frostschäden fühlbar reduziert wurde, zogen die Preise an, so daß Mitte März die Palästina-Orangen in London und Liverpool pro Kiste durchschnittlich 11 (Mitte Februar: 9 bis 10) engl. Shilling erzielten. Auch Grape-Fruits konnten sich etwas befestigen, um nunmehr bis zu 16 (im Vormonat: 14) engl. Shilling zu notieren. Trotz dieser Besserung ist das Preisniveau immer noch wenig befriedigend. Man bemüht sich daher, einen lückenlosen Gesamtverband der jüdischen Zitrus-Exporteure zu organisieren, der zur nächstjährigen Saison eine planmäßige Marktpolitik und Absatzpropaganda entfalten soll — damit sich nicht die gegenwärtige Zersplitterung mit all ihren nachteiligen Folgen wiederholt. Da am 1. April in Großbritannien wieder der erhöhte Orangenzoll in Kraft treten wird, ballen sich augenblicklich die Verschiffungen dorthin stark zusammen. Bis zum 24. März hat Palästina in der laufenden Saison 1934/35 insgesamt 6,448.028 (im gleichen Abschnitt der Vorjahrssaison: 5,066.729) Kisten Zitrusfrüchte exportiert, davon rund 80 (i. V. 66) Prozent nach Großbritannien, etwas über 4 (i. V. 19) Prozent nach Deutschland, nicht ganz 4 (i. V. 1H) Prozent nach Holland, das übrige insbesondere nach den skandinavischen Ländern. Polen, Frankreich, Rumänien und Kanada. Der deutsche Markt bewilligt sehr günstige Preise; wenn er auch hinsichtlich der Quantität weit gegenüber dem Vorjahre zurückbleibt, so zeigt es sich doch, daß die ursprüngliche Befürchtung eines fast gänzlichen Ausfalls des deutschen Geschäftes übertrieben gewesen ist. Sehr flott entwickelt sich der Absatz nach Holland, da ein dortiges Importeur-Kartell die außerordentlich billige Schiffsfracht von 1 engl. Shilling und 1 Penny pro Kiste durchgesetzt hat. Auch Skandinavien und Polen kaufen eifrig. Hingegen werden nach wie vor als besonders schwache Abnehmer Österreich und die Tschechoslowakei bezeichnet. Getreide, Futtermittel und Mehl: Die Regierung hat für das zweite Quartal 1935 das Weizen-Einfuhrkontingent auf 10.000 Tonnen festgesetzt, gegenüber nur 7000 Tonnen im 1. Quartal 1935. Wiederum gingen die Einfuhr-Lizenzen großenteils den Mühlen direkt zu, so daß der freie Marktverkehr in Auslandsweizen sich in recht engen Grenzen hält, wobei hauptsächlich gewisse Umsätze in türkischem Weizen (»Mersina«-Ware) zu nennen sind, der sich mit 5,600 £P pro Tonne cif Jaffa- Haifa begnügt. Inlandsweizen, den man pro südpalästinensischen Kantar (288.45 kg) mit 2,500 bis 3,150 (im Vormonat: bis zu 3) £P bezahlt, erzielt keine bedeutenden Umsätze. In Gerste wird ein nennenswertes Auslandsangebot nach wie vor durch den außerordentlich hohen Zoll ferngehalten; das Preisniveau für Inlandsware ist ziemlich unverändert. In Durrah und Mais bewirken die günstigen Ernteaussichten eine Zurückhaltung der Käufer, Ein nicht sehr umfangreiches Geschäft ist in Roggen türkischer Provenienz wahrzunehmen. Das M e h 3-Einfuhrkontingent für

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