Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 4 (April 1935)
- Article
- Die Lebenshaltung in der Kwuzah und ihre Struktur
- Date
- 1935-04-01
- Page
- Seite 177 (sequence 7)
- Language
- German
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Im einzelnen ergibt sich für den Aufwand des Kinderunterhaltes der hier untersuchten Kwuzoth folgende Gegenüberstellung, wenn man die Ziffern im Durchschnitt je erwachsene Person berechnet: Kwuzah Kinderunterhalt , . Gesamtaufwand (einschl. Kinderunterhalt) je erwachsene Person in £P Bet-Alfa...... . . ... 8.2 38.4 . ... 7.7 36.4 Ain Charod...... . . . . 11.6 397 . . . . 13.3 45.6 Mischmar Haemek . . . . ... 5.3 33.1 . ... 7.2 42.5 . ... 6.9 39.7 . . . . 11.9 53.5 Im Rahmen des Gesamtetats stellt sich die Quote der Ausgaben für den Kinderunterhalt je erwachsene Person in: Bet-Alfa auf 21.4%, Tel- Josef auf 21.2, Ain Charod auf 293, in Geva auf 29.1, Mischmar Haemek auf 15.9, Sarid auf 16.9, in Hascharon auf 17.5 und in Gan Schmuel auf 22.2%. Betrachten wir den Gesamtaufwand für die Kinder in der Kwuzah nicht unter dem Gesichtspunkt je arbeitende Person, sondern je Kind, so stellen wir für das herangezogene Jahr fest, daß z. B. in der Kwuzah Sarid der durchschnittliche Aufwand je Kind mit 23.4 £P und in der Kwuzah Gan Schmuel mit 25.2 £P jährlich erheblich höher ist als beispielsweise in Tel-Josef, wo sich der entsprechende Durchschnittsbetrag auf 18.9 £P oder in Ain Charod, wo er sich auf lediglich 17£P, für Mischmar Haemek sogar auf nur 15£P stellt. Eine Erklärung für diese Unterschiedlichkeiten in der absoluten Höhe des Baraufwandes je Kind läßt sich nur rein individuell für jede Kwuzah vornehmen. So ergibt sich auf Grund des herangezogenen Materials, daß das Budget des Kinderunterhaltes in der Kwuzah Sarid in dem betreffenden Jahr dadurch wesentlich belastet worden ist, daß drei Kinder außerhalb der Wirtschaft unterhalten werden mußten. Zieht man den für diese drei Kinder verausgabten Betrag von der Gesamtsumme der Aufwendungen für Kinder ab, so verringert sich der obenangeführte Durchschnittssatz um nicht weniger als 3.1 £P je Kind, das heißt er stellt sich sodann auf nur 20.3 £P. Ganz andere Faktoren gelten für Gan Schmuel. Hier ist vor allem entscheidend die Tatsache, daß die Ausgaben für medizinische Hilfe je Kind beträchtlich höher waren als in den anderen Kwuzoth. Schon die Aufreihung dieser Beispiele, die sich für jede einzelne Kwuzah noch vermehren lassen, illustriert eindeutig, daß die angeführten Daten Zufallsmomente nicht ausschließen, zumal sie sich auf nur ein Jahr beziehen. Und gerade diese Zufallsmomente vermögen in zeitlich begrenzter Dauer die Höhe des Baraufwandes merklich zu beeinflussen. Erst die Fortsetzung dieser Betrachtung in gleicher Richtung für eine Reihe von Jahren wird es ermöglichen, grundlegende und verallgemeinernde Gesichtspunkte zu gewinnen und zeitlich begrenzte Faktoren in ihrer Wirkung zu eliminieren. Die obenangeführten Durchschnittsziffern für die wichtigsten Aufwandsposten in der Lebenshaltung des Kollektivarbeiters verdienen