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Palästina · 1935-03-01 · Heft 3 (März 1935) · p. Seite 142

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 3 (März 1935)
Article
Wirtschaft. Von Dr. J. Adler, Tel-Aviv.
Date
1935-03-01
Page
Seite 142 (sequence 6)
Language
German
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internationale Tendenz sich auch in Palästina durchsetzt. Pro 50 kg loko erzielen litauische und lettländische Botter (in Fässern) und australische Butter (in Kisten) durchschnittlich 6 bis 6,500 (Vormonat bis zu 5,800) £P. Österreichische Ware fehlt gänzlich; auch dänische und argentinische Ware trifft nur in unbedeutenden MetLgen ein. Der mißlungene Versuch mit ukrainischer Ware wird nicht wiederholt werden. Ein führender holländischer Molkereikonzern hat beschlossen, in Haifa und1 Tel-Aviv eigene Butterverkaufsniederiagen zu errichten; die ersten Transporte trafen in Palästina in der dritten Februarwoche ein, so daß nunmehr auch holländische Butter auf dem hiesigen Markte konkurrieren wird. Gut gefragt, besonders für Kleinkinder- und Krank enemäbrung, ist nach wie vor die erstklassige palästinensische Molkereibutter. In Käse haben die Auslandssorten im Preise etwas nachgelassen, während der einheimische Weichkäse giut behauptet ist. Konserven: Dem bevorstehenden Ablauf der Wintersaison entsprechend werden die Importkäufe von Fischkonserven und Fleischkonserven allmählich reduziert und die Lagerbestände abgestoßen, bei teilweise stark ermäßigten Preisen. Die Situation in Obstkonserven und Gemüsekonserven ist unverändert. Für kondensierte Milch steigt die Nachfrage weiterhin, noch stärker freilich das vielseitige holländische, dänische, englische, irländische, amerikanische und* kanadische Angebot. Leder: Die außergewöhnlichen Regenfälle haben den Verbrauch weit über das Normalmaß hinaus angeregt, so daß augenblicklich der Boden le der bedarf bei voller Beschäftigung! der einheimischen Fabriken zu 30% auf Import angewiesen ist. Der Neubau einer Lederfabrik in Bnei^Brak und einer anderen in Rischen-le-Zion wird angesichts dieser günstigen Marktbasis äußerst beschleunigt, um die Produktion baldigst aufnehmen zu können. Die Preise für Kernleder und beste Croupons behaupten sich gut auf Vormonatsniveau. Auch Oberleder sind dank der Expansion der einheimischen Schuhindustrie (kürzlich eine genossenschaftliche Neugründung in Tel-Aviv) stark gefragt; Pro Quadratfuß (930 cm2) verlangen Rindbox bis zu —,065 (Vormonat —060) £P, Boxcalf bis zu —070 (Vormonat —060) £P, Lackleder —,065 bis —,085 (Vormonat —,060 bis —,080) £P und Chevreaux bis zu —,300 (Vormonat — 090) £P. Textilwaren: Die Dispositionen für die Sommersaison kommen allmählich in Gang, nachdem die Wäsche- und Kleiderfabriken damit begonnen haben, den Grossisten ihre Orders zu erteilen, während die Manufakturwaren-Detailgeschäfte vorläufig angesichts des ungewöhnlich lang anhaltenden Winters mit ihren Aufträgen noch etwas zögern. Das Preisniveau für Baumwoll-, Leinen- und Kunstseidenstoffe versteift sich unter internationalem Einflüsse, während Seiden- und Wollstoffe unverändert erscheinen. Während Textilwaren für den europäischen Geschmack nach wie vor hauptsächlich in der Tschechoslowakei und1 Engiland bestellt werden, werden die Großaufträge für Ware orientalischen Stils heute zu nicht weniger als 90% nach Japan vergeben. Ob das auch in Zukunft so gehen kann, wenn nach dem 24. März Japan keinen Anspruch mehr auf die Palästina-Meistbegünstigung haben wird, ist noch völlig ungewiß, da die Palästina-Regierung, zweifellos zwecks einer überraschenden Aktion, es bisher kategorisch abgelehnt hat, sich über ihre Absichten betreffs der künftigen Zollbehandfung japanischer Erzeugnisse zu äußern. Holz: Im Hinblick auf den herannahenden Ablauf der Zitrus-Exportsaison ist das Importgeschäft in Zitruskistenholz nunmehr im wesentlichen beendet

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