Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 3 (März 1935)
- Article
- Wirtschaft. Von Dr. J. Adler, Tel-Aviv.
- Date
- 1935-03-01
- Page
- Seite 141 (sequence 5)
- Language
- German
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- Haifa 2× ep/1047930
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pro Kiste erhöht. Eine Neuerscheinung sind amtliche Propagandamaßnahmen auch in Palästina selbst» zur Hebung des Inlandskonsums. Die im ganzen ausgeprägt gedrückte Marktlage läßt vermuten, daß im komm enden Frühjahr und Sommer jüdische Interessenten mit der Anlage neuer Pflanzungen sehr zurückhaltend sein werden, während bei der arabischen Orangenwirtschaft mit weiterer Expansion zu rechnen ist, da sie bekanntlich oit geringeren Selbstkosten arbeitet und daher auch beim heutigen Preisniveau noch1 ihre Rentabilität bewahrt. Getreide, Futtermittel und Mehl: Ziemlich geschäftslos ist Weizen. Saisongemäß kamen aus Australien einige Posten in weicher Ware für den Bedarf der Mazzothf abriken herein. Auch Gerste und Mais bieten nichts neues; bei reichlichen Inlandsvorräten erübrigt sich der Import. Das Preisniveau dieser Getreidearten ist gegenüber dem Vormonat im wesentlichen unverändert. In Durrah haben die reichlichen Inlandsbestände eine Abschwächung der Preise bewirkt und man bemüht sich um Exportmöglichkeiten. In Roggen hat ctie Zufuhr polnischer Ware wieder aufgehört; neuerdings kommt etwas türkische Ware herein, die cif Jaffa/Haifa 6—6,250 £P pro Tonne erzielt. In Pferdebohnen liegen Lieferungsangebote aus Syrien und der Türkei vor, ohne im Augenblick besonders zu interessieren. Das Mehl geschärt hat sich letzthin wieder abgeschwächt; daher begnügen sich — pro Tonne lo'ko — amerikanisches Weizenmehl! mit 14 (Vormonat 15) £P, australisches Weizenmehl mit 10 (Vormonat 12H bis 13) £P und polnisches und einheimisches Roggenmehl mit 16 (Vormonat 16,250) £P. Zwecks gemeinsamen Interessenschutzes haben soeben die Mehlimporteure und Mehligroßhändler Palästinas — Juden, Mohammedaner und Christen — sich zur »Palestine Flour Trade Association« (Sitz Jerusalem) zusammengeschlossen. Kolonialwaren: Bei starkem Angebot aus Ägypten, der Tschechoslowakei und Java bleibt trotz normalen Konsums der Zucker markt weiter schwach, so daß die Preise sich nicht über das Vormonatsniveau erholen konnten. Den schon alten Plan einer palästinensischen Zuckerindustrie haben neuerdings arabische Kapitalisten wieder auf die Tagesordnung gebracht, in Verhandlungen mit ägyptischen Fachleuten; die Aussichten erscheinen nicht sehr positiv. Der Reis markt' ist stetig; man erwartet für die nächsten Monate eine bedeutende Verstärkung des ägyptischen Angebots, da die dortige Regierung wiederum die Gewährung von Exportprämien beabsichtigt. In Kaffee ist die im Vormonat feste Tendenz wieder etwas unsicher geworden; die Preise bröckelten ein wenig ab; gegenwärtig notieren pro Tonne cif Jaffa/Haifa »Rio Nr. 5« mit 44)4 bis 45% (Vormonat 44H bis 45H) £P. Der Teemarkt ist bei unveränderten Preisen saisongemäß etwas ruhiger geworden, ebenso der Kakao markt Eier: Infolge der Kälte und der Verkehrsschwierigkeiten in den Produktionsgebieten fehlen neue Zufuhren an polnischer, rumänischer und türkischer Ware. Auch syrische Ware kommt nur knapp herein, bei unverändertem Preis. Da die Zuführ ägyptischer Ware durch die Witterungsverhältnisse erschwert wird, hat ihr Preis — loko pro Korb (720 Stück) — auf 1,400 bis 1,450 (Vormonat 1350 bis 1,400) £P anziehen können. Als Neuproduktion ist das arabische Inlandsei so reichlich angeboten, daß es den Landesbedarf zum größten Teile deckt; der Preis, pro 100 Stüde, ist infolgedessen auf —,250 (Vormonat —,320) £P gesunken. Auch das jüdische Hühnerfarmei hat im Preise etwas nachgegeben und wird dem Konsumenten bereits mit —.050 £P pro 10 Stück offeriert. Butter und Käse: Auf dem Butter markte stimmen Zufuhr und Verbrauch gegenwärtig, genau überein, so daß die Vorratsbildung unterbleibt und die feste