Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 3 (März 1935)
- Article
- Die Hühnerzucht im Jahre 1933/34
- Date
- 1935-03-01
- Page
- Seite 135 (sequence 2)
- Language
- German
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ergebnis war in Kwuzoth 58.8% und in Moschawim 61.5%. Wegen Verspätung des Regens fehlte vielfach das Vertrauen in den Ernteertrag und daher wurde in einer Anzahl von Wirtschaften nicht rechtzeitig gebrütet und man bemühte sich' dann in der späteren Saison (Ende April—Mai), die Anzahl der Küken zu erreichen. Die Aufzucht solcher Hühner ist nicht besonders vorteilhaft, auch legen sie nicht viel in den Monaten, in denen hohe Preise gezahlt werden. In diesem Jahr wurden zum ersten Male Versuche mit elektrischen Brutöfen gemacht. Die Ergebnisse, durchschnittlich 61.5%, waren besser als bei anderen. Die Wirtschaften berichten, daß Stromstörungen, die manchmal bis zu 12 Stunden gedauert haben, keinen ungünstigen Einfluß auf das Ergebnis der Brütung ausgeübt haben. Wie es scheint, werden i*n den Kwuzoth die Petroleumbrutöfen nach und nach durch elektrische ersetzt werden. Rentabilität. Der Preis der Produkte der Geflügelzucht ist im Verhältnis zum vergangenen Jahr gestiegen. Aus den Rechnungen einiger Kwuzoth geht hervor, daß der Wirtschaft für 100 Stück durch die »Tnuvah« verkaufte Eier durchschnittlich 370 Mil netto geblieben sind; der Preis schwankte zwischen 351 und 400 Mil. Der Grund der Preisschwankungen liegt darin, daß von einigen Kwuzoth in den Wintermonaten der Tnuvah Genußeier in beträchtlicher Zahl nicht verkauft werden, oder nur Eier zweiter Qualität, deren Preis niedriger ist; die meisten Eier wurden zum Brüten gebraucht. Daher wurden der Tnuvah zu jener Zeit Eier geliefert, in der sie nicht teuer waren, und es ergab sich deshalb ein niedriger Durchschnittspreis. Fraglos würde eine Wirtschaft, die ausschließlich Eier zu Genußzwecken produziert und deren Hennen doch auch in den Monaten der Teuerung legen, einen viel höheren Durchschnittspreis erzielen. Die Tnuvah verkaufte im Jahre 1932/33 100 Eier durchschnittlich um 415 Mil und im Jahre 1933/34 um 450—455 Mil. Wenn wir davon die Ausgaben der Tnuvah und jene für Ladegebühren, Transport, Bruch abziehen, die insgesamt höchstens 12—13% betragen und die durch Hinzufügung der Ausgaben in der Siedlung 17—20% erreichen können, so ergibt sich, daß eine Wirtschaft, die das ganze Jahr Eier auf den Markt schickt, einen Durchschnittspreis von 400 Mil pro Hundert erreichen kann. Der Nettopreis für einen 3 Monate alten Hahn betrug im Durchschnitt 65 Mil, jener für eine Henne 125 Mil. Die Ernährung der Hühner hat sich im letzten Jahr nicht verteuert; eine Wirtschaft, die imstande ist, sich das Futter während der Erntezeit zu beschaffen, muß für dieses pro Jahr und Henne 250—270 Mil ausgeben; wenn wir dazu den Verlust durch Sterblichkeit und den Preisunterschied zwischen den Hühnern, die zur Aufzucht und jenen, die zur Schlachtung bestimmt sind, berücksichtigen, dazu noch verschiedene gelegentliche Ausgaben (Versuche, ärztliche Hilfe usw.), die sich auf 120 Mil belaufen können, so betragen die Gesamtkosten für eine Henne jährlich 370—390 Mil. Daraus geht hervor, daß die ersten 100 Eier einer Henne alle Ausgaben decken und daß alle Eier, die die Henne darüber hinaus legt, Gewinn sind. In jenen Irgunim und Kibbuzim, die die Futtermenge kleinweise kaufen, stellt sich die Er-