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Palästina · 1935-03-01 · Heft 3 (März 1935) · p. Seite 134

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 3 (März 1935)
Article
Die Hühnerzucht im Jahre 1933/34
Date
1935-03-01
Page
Seite 134 (sequence 1)
Language
German
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134 Die Hühnerzucht im Jahre 1933/34 Von David Ur, Jerusalem* Entwicklung. Jahrelang hatte die Hühnerzucht keinen solchen Schritt vorwärts getan wie im letzten Jahre. Der Grund ist die Ansiedlung verschiedener Irgunim, die diesem Wirtschaftszweig in ihren Wirtschaften einen wesentlichen Platz einräumten. Die Hühnerzucht wurde von der Konjunktur erfaßt und viele prophezeiten ihr eine große Entwicklung; manche Leute, die herumirrten und einen Erwerb suchten, wurden von den Aussichten dieses Zweiges überzeugt. So entwickelten sich zwei Formen der Geflügelzucht: als Hauptunternehmen mit einer Hühnerzahl von 600 aufwärts oder als Nebenzweig in der gemischten Wirtschaft. Hühnerzucht als Hauptunternehmen. Nur Neueingewanderte befassen sich damit. Der Überschuß der Einnahmen muß die Bedürfnisse der Familie decken. Fachliche Kenntnisse hat diese Schicht nicht, die Anpassung an die Arbeit fällt ihr nicht leicht und sie muß manchmal ihre Zuflucht zur Lohnarbeit nehmen. Die Rentabilitätsgrundlagen einer derartigen Wirtschaft sind ungenügend, wenn sich auch jetzt bei den jetzt herrschenden guten Preisen der Produkte eine Zucht als Hauptbetrieb gut erhalten kann. Der Ausbruch einer Krankheit der Hühner kann aber großen Schaden stiften und den Bestand der Wirtschaft gefährden. Die Hühnerzucht gleicht nicht der Zitruskultur, deren Ertrag ein Monopol unseres Landes ist; Eier und Hühner werden von den Nachbarländern viel billiger eingeführt, als wir sie zu produzieren imstande sind. Hühnerzucht als Nebenerwerbszweig. Bei der Neuansiedlung von Gruppen gebührt der Geflügelzucht als Nebenzweig der "Wirtschaft ein angemessener Platz. Da die Einnahmen auch aus den anderen Zweigen fließen, muß man nicht mit einer großen Hühnerzahl beginnen, sondern kann mit einer kleinen Zahl anfangen. Man lernt und sammelt Erfahrungen; nach einem oder zwei Jahren vergrößert man die Schar, mit dem Ziel, 100 oder 200 Hühner zu halten. In der alten Kolonisation entwickelte sich die Geflügelzucht nach und nach, das Ausmaß ist mehr oder weniger festgelegt. Diese Wirtschaften haben noch nicht jene Hühnerzahl erreicht, die dem Ausmaß ihrer Ställe entspricht, obwohl sich in den Kwuzoth und Moschawim in diesem Jahre die Aufzucht von Küken um 46.000 gegenüber dem verflossenen Jahre vermehrt hat. Nahalal, Merchawjah, Tel-Adaschim haben noch nicht die Hühnerzahl erreicht, die dem verfügbaren Raum in ihren Ställen entspricht. Man muß diesem Moschawim noch Atharoth und Beit-Chanan zuzählen. In den Kwuzoth ist dies weniger fühlbar, obwohl Kibbuz Schomer Hazair Bet Alpha, Ein Charod und Sarid ihre Ställe wegen Krankheit auch nicht bis zur Grenze des Möglichen füllen konnten. Das Brüten. In diesem Jahr wurden in den Wirtschaften (Kwuzoth und Irgunim inbegriffen) etwa 500.000 Eier angesetzt und aus ihnen sind etwa 300.000 Küken ausgeschlüpft; die Ergebnisse des Brütens waren ähnlich wie im vergangenen Jahr. Das Durchschnitts-

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