Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 3 (März 1935)
- Article
- Die Hühnerzucht im Jahre 1933/34
- Date
- 1935-03-01
- Page
- Seite 136 (sequence 3)
- Language
- German
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136 Haltung höher, weil sie von den Schwankungen der Futterpreise abhängen. Die Zahl der Eier, die zur Deckung der Unkosten nötig sind, schwankt dort zwischen 110 bis 120. Krankheiten. Krankheiten traten nicht in allen Wirtschaften in gleicher Weise auf. Es gibt Wirtschaften, die weniger und solche, die mehr davon befallen wurden. Koxidiosis, Eingeweidewürmer, Spirochtose sind fast im ganzen Land verbreitet. Der Gebrauch von Trockenmilch gegen die Koxidiosis an Stelle von Magermilch, die nicht zu bekommen war, ergab gute Resultate. Die Spirochtose dringt in die neuen Irgunim durch Küchlein ein, die in Wirtschaften gekauft werden, die von Bremsen heimgesucht sind. In diesem Jahr erkrankten die Hühner in Sarid an einer besonderen Krankheit, die Dr. Komorow als Cholera bezeichnete. An einem Teil der Ausgaben für die Erforschung der Geflügelkrankheiten partizipiert auch die Organisation der Geflügelzüchter. Das Serum gegen Blasen und Diphtherie liefert die Hebr. Universität zum Preis von 1 Mil pro Huhn; etwa 120.000 Portionen wurden in diesem Jahr zur Impfung des Geflügels an die Wirtschaften verkauft. Der Konsum, die Produktion und der Import. Der Konsum an Hühnern und Eiern wächst von Jahr zu Jahr und es wird nicht übertrieben sein, wenn man den Konsum der jüdischen Bevölkerung in ihrem heutigen Ausmaß mit 80 Millionen Eiern im Jahr annimmt. Die Produktion ist in den bestehenden landwirtschaftlichen Siedlungen nicht gestiegen. Gegenüber dem ständig wachsenden Konsum der jüdischen Bevölkerung kamen aber neue landwirtschaftliche Siedlungen nicht in erforderlichem Ausmaße hinzu, als daß sie die Ware in genügender Menge hätten. liefern können. Man kann den Umfang der Geflügelzucht aus der Zahl der Eier entnehmen, die durch die Tnuvah in diesem Jahr verkauft worden sind, gegenüber dem Jahr 1932/33, welches übrigens eines des Rückganges der Produktion gewesen ist. Im Jahre 1932/33 wurden durch die Tnuvah 3,800.000 Eier verkauft und in diesem Jahr 4,100.000, eine geringe Erhöhung im Verhältnis zum Wachstum der jüdischen Bevölkerung. Die Importziffern zeigen ein ständiges Ansteigen: Im Jahre 1933 wurden etwa 34^ Millionen Eier und 280.636 Hühner um 80.424 £P eingeführt, in den ersten fünf Monaten (Jänner bis Mai) 1934 bereits 27,780.000 Eier und 202.505 Hühner im Werte von 60.490 £P. Untersuchung der Hühner für Zucht. Die Kommission zur Untersuchung für Zuchthühner begutachtete 23.460 Hennen als tauglich zur Zucht. Der Preis für Bruteier wurde um 3 Mil höher festgesetzt als der Bruttopreis für Genußeier in Tel-Aviv betrug. Zuchtbuch. 12 Wirtschaften beteiligten sich am Zuchtbuch. Bis jetzt bestanden etwa 700'Hennen die Prüfung (180 Eier und darüber mit einem Gewicht von über 52 g) und wurden ins Zuchtbuch eingetragen. Das Buch bewährt sich; die Wirtschaften erkennen immer mehr seinen Wert als Richtschnur für den ganzen Wirtschaftszweig. In die Wirtschaften wurden eine Anzahl ausgezeichneter Hähne aus England zur Verbesserung der Zucht eingeführt. Tätigkeit der Regierung. Noch gelang es nicht, von der