Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 3 (März 1935)
- Article
- Das Wasserproblem Palästinas
- Date
- 1935-03-01
- Page
- Seite 124 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Setzungen: Die Jesreelebene und die Höhen zwischen Jordan, Tiberias und Tabor haben ihr Wasser aus den Horizonten des Pliocän und der basaltischen Gesteine zu entnehmen. Für besonders reiche Wasserfunde kommen indessen nur die tektonisch stark zerrütteten Gebirgsränder in Frage. Das Galiläa nördlich Tiberias hat für normale Wasserhorizonte nur die »Übergangsschichten« zur Verfügung. Es ist daher auch in diesem .Gebiet auf die Verwerfungszonen angewiesen, welche beispielsweise von Rosch-Pinah bis Kfar Gileadi am Westrand der Jordansenke sich hinziehen. Für die schmale Jordanebene südlich des Tiberiassees kommen die Grundwasserhorizonte des Diluviums zwar in Betracht (soweit keine Versalzung vorliegt), doch haben wir auch hier unser Hauptaugenmerk auf die Bruchlinien zu richten. C* Die chemische Beschaffenheit des Wassers* Da alle Formationen (mit Ausnahme der Dünen) sich durch beträchtlichen Kalk- und Magnesiumgehalt auszeichnen, so ist die Karbonathärte in fast allen Wässern eine sehr hohe. Sie übertrifft in vielen Fällen bei weitem die in Europa erlaubten maximalen Härteziffern. Trotzdem wird dieses Wasser benutzt, ohne daß ernstliche physiologische Schäden bei Tier- und Pflanzenwelt zu. verzeichnen wären. Hoher Eisengehalt ist bisher nur aus einer Lokalität bekannt geworden. Stickstoffverbindungen (Nitrate, Nitrite, Ammoniak) lassen sich in vielen älteren Tränklöchern und Dorfbrunnen nachweisen. Kontrollierte Brunnen sind frei davon. Städtische Brunnen waren nicht frei davon und zeigten sogar eine damit in Verbindung stehende Anreicherung von Salzen (auch bakteriologische Befunde waren nicht immer einwandfrei). In allen solchen Fällen beseitigten aber hygienische Schutzmaßnahmen diesen Übelstand. H2S-Gehalt weisen, wie später gezeigt wird, besonders die Wasser auf, die die bituminöse-pyritische Kreide zwischen Pliocän und Turon durchflössen haben. Auch hier dürfte eine Wirkung auf den Salzgehalt des Wassers noch mit verbunden sein. Im übrigen ist die Qualität des Wassers in erster Linie an das Vorhandensein von Chloriden geknüpft, worunter in populärer Sprache die Versalzung gemeint ist. (200 mgr Cl sind noch für Irrigation zulässig.) Die Versalzung ist eine außerordentlich häufige Erscheinung der Quellen und des Grundwassers und verlangt bei der zukünftigen Wasserforschung eine größere Aufmerksamkeit. Vor allem sind die Diffusions- und hydrostatischen Ausgleichsbedingungen des Meerwassers von physico-chemischer Seite zu studieren. In der zuvor ausge-