Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 3 (März 1935)
- Article
- Das Wasserproblem Palästinas
- Date
- 1935-03-01
- Page
- Seite 123 (sequence 11)
- Language
- German
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welche unter anderem die Wasserversorgung Tel-Avivs und der Dünenzone Haifa gewährleisten. Unsere Untersuchungsergebnisse, wonach meist mehr als ein alluvialer Grundwasserhorizont vorliegt, gibt berechtigte Hoffnung, aus der Dünenzone noch mehr Wasser zu gewinnen als bisher angenommen wurde. Allerdings spielt, namentlich in Küstennähe, das Versalzungsproblem wiederum eine Rolle, welchem wir im folgenden Kapitel noch besondere Aufmerksamkeit schenken. Zusammenfassung der geologischen Daten. Von den drei Abteilungen Verwerfungswasser, Karstwasser und Schichtwasser kommt (in den gegenwärtigen Untersuchungen) eine ausschlaggebende Bedeutung neben dem Verwerfungswasser noch einigen Horizonten des Schichtwassers zu. Zusammenfassend unterscheidet man acht Grundwasserhorizonte, von denen zwei, welche dem Turon (Horizont III) und Pliocän (Horizont Va) angehören, eine Hauptrolle für die heutige und zukünftige Wassererschließung spielen. Der jüngste oder alluviale Wasserhorizont (VIII) übt zwar auch einen günstigen Einfluß auf die Wasserversorgung des Landes aus, beschränkt sich jedoch nur auf die schmale Küstenzone der Küstenebene. Alle übrigen Horizonte (I, II, IV, Vb, VI, VII) geben Wasser nur in kleinen Quanten ab. Von diesen haben generelle Bedeutung für das ganze Land die Horizonte des Cenoman (II) und die »Übergangsschichten« des Senon zum Eocän (IV). Mancherorts trifft man Quellen, die keinem der erwähnten Horizonte I bis VIII angehören. Sie sind nur lokale Erscheinungen und führen auch meist wenig Wasser. Führen diese trotzdem größere Mengen, so liegt die Ursache fast immer in dem Vorhandensein einer Verwerfungszone. Solche Verwerfungszonen sind, wie wir eingangs betont haben, an keine bestimmten Formationen gebunden, sondern können in allen Schichten und an allen Stellen des Landes auftreten, bevorzugen aber besonders gerne die Randgebiete zwischen Ebenen und Gebirge. Was nun die regionale Verbreitung anbetrifft, so sind die Küstenebenen von Ras en Nakura bis südlich Gaza einschließlich der Gebirgsränder durch die Horizonte des Turon, Pliocän und Alluvium hydrologisch gesichert. Das Gebirge von Idumäa, Judäa, Samaria einschließlich des Karmel wird, wenngleich in bescheidenen Quantiäten, von den Horizonten des Cenoman und den »Übergangsschichten« noch in viel größerem Ausmaße als gegenwärtig versorgt werden können. Hier muß allerdings für eine intensivere Kultur die Hauptwassermenge aus Bohrungen der verschiedenen Verwerfungszonen erschlossen werden. Der Norden Palästinas, Galiläa einschließlich Jesreel-Besan-Ebene, verlangt eine Wassererschließung auf folgenden geologischen Voraus-