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Palästina · 1935-02-01 · Heft 2 (Februar 1935) · p. Seite 85

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 2 (Februar 1935)
Article
Zum Zeitschriftenmangel an den wissenschaftlichen Instituten Palästinas
Date
1935-02-01
Page
Seite 85 (sequence 4)
Language
German
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Abonnementverhältnissen blieben 500 Exemplare für Tauschzwecke übrig, womit den erwähnten Disziplinen eine reichliche Literaturunterlage geboten werden könnte» Durch Subventionen und Spenden und Wachsende Mitgliederzahl wird ein Fonds geschaffen werden können, der auch die Erwerbung jener Zeitschriften und Werke, die im Tauschverkehr nicht erhältlich sind, und auch die Nachschaffung früherer Jahrgänge ermöglicht. Der hier angedeutete Weg scheint mir der sicherste zu sein, auf solider Basis die Herausgabe einer* solchen Zeitschrift in die Wege zu leiten. Da dies aber immerhin längere Zeit erfordert, bis ein solcher Plan zur Verwirklichung gelangt, ist zu erwägen, wie man schon vorher dem Mangel an einschlägiger Literatur einigermaßen beikommen könnte. Auch hier läßt sich durch Organisation manches erreichen. Von den relativ zahlreichen Forschern, die heute schon im Lande arbeiten, ist eine Anzahl, und zwar jeder für sich auf Fachzeitschriften abonniert. Bei einer Rundfrage dürfte es sich ergeben, daß manche Zeitschrift von mehreren gleichzeitig bezogen wird. Ein Zusammenschluß der aktiv arbeitenden Forscher könnte hier zu einer richtigen Verteilung und damit zu einer Vermehrung der bereits heute in Palästina einlangenden Literatur führen. (Mit einem solchen Zusammenschluß wäre auch schon ein Anfang zu der zu gründenden Vereinigung gemacht. Viele der einzelnen Forscher besitzen ihre eigene Handbibliothek und vor allem wertvolle Separatensammlungen. Diese Privatsammlungen müßten katalogisiert, die Verzeichnisse und ebenso von da ab die monatlichen Eingänge vervielfältigt und allen zugeschickt werden. Selbstverständlich kommt ein solcher interner Tauschverkehr nur für aktiv arbeitende Forscher in Betracht und es müßten auch für die Eigentümer alle Sicherheiten geboten werden. In diesem Falle ist auch Schlamperei strafbar (z. B. durch Ausschluß vom weiteren Tauschverkehr). Im übrigen ist es oft schon eine große Erleichterung, wenn ein Forscher von der Existenz eines Literaturwerkes im Lande Kenntnis besitzt, denn in den meisten Fällen wird es genügen, wenn er einen Einblick in die betreffende Arbeit machen kann, bzw. sich daraus einige notwendige Notizen macht und dagegen kann kein ernster Forscher, auch wenn er, wie jeder, noch so sehr an seiner Bibliothek hängt, etwas einzuwenden haben. Außer diesen Maßnahmen werden vielleicht auch noch durch die Ausnutzung persönlicher Verbindungen Einzelpersonen oder Gruppen im In- und Auslande gewonnen werden können, die ein Abonnement für irgend eine zu bestimmende Zeitschrift übernehmen würden. Auch hiebei wird die Presse sowohl durch einen Aufruf selbst, als auch durch Listen bestimmter Wünsche (mit Anführung der Preise) eine wichtige Unterstützung gewähren können. Fassen wir nunmehr die in diesem Aufsatze. enthaltenen konkreten Vorschläge zusammen, die den herrschenden Mangel an Literatur in den naturwissenschaftlichen Disziplinen beseitigen helfen sollen, so sind in ungefährer chronologischer Reihenfolge folgende Wege einzuschlagen, die auch zum großen Teil in analoger Weise für andere

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