Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1935)
- Article
- Zum Zeitschriftenmangel an den wissenschaftlichen Instituten Palästinas
- Date
- 1935-02-01
- Page
- Seite 84 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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kürzester Zeit zu erlangen. Es werden aber vielleicht halbjährlich oder jährlich zusammenfassende und für gebildete Laien verständliche Referate über die verflossene Arbeitsperiode, eventuell auch über im Zuge befindliche Forschungsarbeiten gebracht werden können, um auch diesen Freunden der wissenschaftlichen Erschließung Palästinas einen Überblick über den Fortschritt in diesen Disziplinen zu geben. Ein solches Sammelreferat wäre aber nicht nur für einen erweiterten Interessentenkreis, sondern auch für den Wissenschaftler der einzelnen Spezialgebiete von Wert. Als Anregung seien auch eventuelle Referate über alle erfaßbaren einschlägigen Publikationen jüdischer Gelehrter aus anderen Ländern und bibliographische Notizen über alle jene Arbeiten erwähnt, die mit der naturwissenschaftlichen Erforschung Palästinas in Berührung stehen. Bei allen Besprechungen, die auf die Gründung einer solchen Zeitschrift hinzielen, muß die Frage der Geldaufbringung in den Vordergrund gestellt werden. Für die finanzielle Bedeckung gibt es verschiedene Möglichkeiten, von denen wir hier einige erörtern wollen. Als Grundlage des Budgets nehmen wir ein monatliches Erscheinen von vier Druckbogen und eine Auflage von 1000 Exemplaren an. Dies würde mit den Nebenspesen einem aufzubringenden Betrag von zirka 50 Pfund monatlich entsprechen, wobei die Schätzung auf der Basis österreichischer Verhältnisse erfolgte. Als Eingang kommen in Betracht: 1. Abonnementbeträge, 2. behördliche und ähnliche Subventionen und 3. Spenden. Es ist klar, daß ein solider Aufbau nur auf Grund genügender Abonnements gewährleistet ist und zu diesem Zwecke wird es sich empfehlen, einen ähnlichen Weg zu gehen, wie ihn viele wissenschaftliche Zeitschriften in den anderen Staaten eingeschlagen haben. Der Zusammenschluß aller naturwissenschaftlich interessierten Kreise zu einer analogen Vereinigung ermöglicht dieser die Herausgabe einer periodischen Zeitschrift, die den Mitgliedern als Gegenwert für den Mitgliedsbeitrag zur Verfügung steht. Die ideelle Aufgabe einer solchen Vereinigung, die Verbindung mit der Natur in weite Kreise zu tragen und zu vertiefen, ist dabei wohl mitgedacht, kann aber hier als außerhalb des Themas liegend, nicht behandelt werden. Wenn wir für eine solche Gesellschaft zur Förderung der naturwissenschaftlichen Erschließung Palästinas als Mitgliedsbeitrag für Einzelpersonen 10 Piaster monatlich und für Korporationen, Gemeinden, Bibliotheken usw. 25 Piaster annehmen, so sind mit 150 Mitgliedern im Lande, 250 im gesamten Ausland und 50 Gemeinden, Korporationen usw. über 50 Pfund monatlich an Einnahmen zu verzeichnen. Wissenschaftliche und populäre Vorträge, Exkursionen, Ausstellungen und ähnliche Veranstaltungen werden die Aussichten auf Vergrößerung des Mitgliederkreises vermehren und es wird wohl nur von der Initiative einiger weniger abhängen, daß eine solche Gründung ins Leben gerufen wird. Da einer solchen Gesellschaft sowohl wichtige kulturelle, als auch praktische Aufgaben zufallen, dürfte sie bald das Interesse weiter Kreise erringen und auch die Presse wird sich vermutlich gerne in den Dienst dieser Sache stellen. Bei den oben angenommenen