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Palästina · 1935-02-01 · Heft 2 (Februar 1935) · p. Seite 80

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 2 (Februar 1935)
Article
Palästina als Erdölmarkt und die Pipeline
Date
1935-02-01
Page
Seite 80 (sequence 4)
Language
German
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derivaten in die Erscheinung. Wir haben an Dieselölen jedenfalls in letzter Zeit wesentlich mehr eingeführt als früher. Nun läßt sich freilich die genaue Zitier der Einfuhr an wirklichen Dieselölen nicht feststellen, sie ist zusammen mit dem Import an Gas- und Heizöl und Masut aufgeführt. Hiebei spielt aber auch eine große Rolle der wachsende Bedarf an solchen Ölen für stationäre Motoren, nicht nur für mobile Motoren. Es ist richtig, daß der Ölmotor gegenüber dem Elektromotor den Nachteil des wesentlich höheren Preises hat. Anderseits ist er im Betrieb heute noch billiger als der Elektromotor. Gerade für Treiböl dieser Art kann Palästina mit der Zeit zu einem nicht unbedeutenden Markt werden, die oben erwähnte Steigerung zeigt ja bereits, in welchem Tempo diese Entwicklung vor sich geht. Nun kommt hinzu, daß ein Zoll auf dieses Material nicht erhoben wird. Das bedeutet eine erhebliche Begünstigung des Schwerölmotors gegenüber dem Benzinmotor. Der Durchschnittspreis für die Schweröle dieser Gruppe hat in den letzten Jahren cif betragen. 1930_1931_1932__1933 1. Halbjahr 1934__ 2.87 3.34 2.09 1.83 1.88 Mil je kg Mengenmäßig wesentlich größer als unser Verbrauch an Schwerölen der oben behandelten Gruppe ist der an Kerosin. Der Kerosinverbrauch ist relativ am langsamsten gestiegen, er lag 1933 nur um ungefähr 10% höher als im Jahre 1929. Das hat seinen Grund vor allem darin, daß die Kerosinverwendung im wesentlichen keine industrielle und verkehrstechnische, sondern eine hauswirtschaftliche ist. Auch dieses Material ist in seinen Preisen in den letzten Jahren unter starkem, vom Weltmarkt ausgehenden Druck gewesen. Es ergeben sich hiefür die folgenden durchschnittlichen Preisberechnungen cif unverzollt: 1930_1931 1932_1933_1. Halbjahr 1934___ 4.92 2.39 2.37 2.74 3.11 Mii je Liter Auch das Kerosin unterliegt einem Einfuhrzoll. Er beträgt je Liter bei der Einfuhr in Verpackungen von über vier Gallonen Inhalt 1.75 Mil. Es ergibt sich hieraus eine Kleinhandelsspanne von etwa 44%. Diese Spanne reicht aus, um die Unkosten der Verteilung voll in Rechnung zu stellen. Die Situation ist also am hiesigen Kerosin-Markt wesentlich gesünder als am Benzinmarkt. Die zollmäßige Belastung des Materials ist prozentual ebenfalls recht hoch. Es ergibt sich hierfür das folgende Bild in pal. Pfund: _1930_1931__1932__1933 1. Halbjahr 1934 Zoll % v. W. Zoll % v. W. Zoll % v. W. Zoll % v. W. Zoll % v. W. 56.513 30.5 57.970 62.7 62.413 78.5 73.643 63.8 41.845 58.45 Prozentual betrachtet war also die Belastung 1932 am stärksten infolge der Tatsache, daß der Preis 1933 etwas anzog. Auch aus dem Kerosin zieht der Fiskus also ganz erhebliche Zolleinnahmen. Was schließlich den Schmierölverbrauch anlangt, so sehen wir auch hier in den letzten Jahren eine stetige Zunahme, die mit der Industrialisierung des Landes und mit seiner wachsenden Motorisierung zusammenhängt. Die in der Einfuhjrtabelle angeführten Zahlen geben hiefür

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