Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1935)
- Article
- Wirtschaft. Von Dr. J. Adler, Tel-Aviv.
- Date
- 1935-01-01
- Page
- Seite 34 (sequence 4)
- Language
- German
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von sinkt trotz lebhaft wachsenden Verbrauches das Preisniveau infolge dea außergewöhnlichen Wettbewerbes immer weiter. Portugiesische und norwegische Sardinen haben einen gefährlichen Gegner in Gestalt kanadischer Ware bekommen, die in gediegener Qualität bereits zu —,010 pal. Pfund pro große Schachtel dem Verbraucher offeriert wird. Japan bietet sehr billige Tunfisch- Konserven an, Italien sehr preiswerte Anchovis-Packungen. Große Waren- Ankünfte sind ferner aus der Sowjetunion avisiert, deren fernöstlicher Fischerei- Trust („Komsomolek") in diesem Jahre eine Rekordproduktion verzeichnet. Auf dem saisonmäßig belebten Fleischkonserven -Markt sind neben lettländischer und polnischer Ware nunmehr auch Erzeugnisse aus Ungarn (Debreczin) und Jugoslawien (Novisad) reichlich anzutreffen, bei jedoch bisher noch hohen Preisen. Dem noch immer quantitativ unzulänglichen Angebot an palästinensischem Frischgemüse suchen französische, italienische und amerikanische Gemüsekonserven nachzuhelfen, die allmählich im Preise sinken, was auch für Obstkonserven gleicher Provenienz festzustellen ist. Leder: Die Regengüsse im Dezember haben den Konsum stark angeregt, der Import;nahm demgemäß in den letzten Wochen bedeutend zu. Bei Petach- Tikwah ist eine neue Oberleder-Fabrik in Betrieb genommen worden, deren erste Produkte bereits im Jänner 1935 den Markt erreichen sollen. Das Preisniveau ist im allgemeinen unverändert; daher notieren pro südpalästinensische* Occa (1,442 kg): Kernleder bis zu —,240 pal. Pfund und beste Croupons bis zu —,260 pal. Pfund, pro Quadratfuß (930 Quadratzentimeter): Boxcalf bis zu —,060 pal. Pfund, Rindsbox bis zu —,060 pal. Pfund, Lackleder —,060 bis —,080 pal. Pfund, Chevreaux bis zu —,090 pal. Pfund. Textilwaren: In Woll- und Baumwollstoffen ist die Wintersaison des Import-Großhandels, die sich von September bis anfangs Dezember erstreckt, im allgemeinen gut verlaufen; der Umsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahr bedeutend gehoben; freilich hat die starke Konkurrenz die Verdienstquote erheblich vermindert. Hauptsächlich wurden englische Fabrikate abgesetzt, daneben weiterhin japanische, belgische, polnische und italienische Ware. Für die Sommersaison des Import-Großhandels, die von Februar bis April läuft, sind noch keine Voraussagen möglich. In Seiden- und Kunstseidenstoffen hat dank des neuen Zollschutzes djas Inlandserzeugnis letzthin stark an Absatz gewonnen. Holz: Saisongemäß hat sich der Markt für Zitrus-Kistenholz weiterhin belebt; man zahlt loko pro Kiste —,046 bis —,048 (Vormonat: —,045) pal. Pfund. Den Möbelholz - Markt regt die Materialnachfrage verschiedener neugegründeter Möbelfabriken an; Sperrholz-Fourniere erzielen pro Kubikmeter loko je nach Qualität 9 bis 12,500 pal. Pfund; dementsprechend gestalten sich die Forderungen für Nußbaum und Eiche. Was Bauholz betrifft, so erfuhr m£n mit Interesse, daß die Eisenbahnverwaltung den verbilligten Umleitungs-Tarif über Haifa nach Tel-Aviv und Jaffa bis zum 31. März 1935 prolongiert hat. Bei fester Haltung fordern die wichtigsten Sorten im allgemeinen dieselben Preise wie im Vormonat. Zement und Baukeramik: Die starke Einwanderung in den Herbstmonatea hat die Bautätigkeit aufs Neue angeregt, so daß die Nachfrage nach Zement weiterhin lebhaft zunimmt und bewirkt, daß der reguläre Marktpreis von 2,820 pal. Pfund pro Tonne loko von eiligen Interessenten oft überboten wird. In Baukeramik setzt sich der Wettlauf zwischen wachsendem