Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1935)
- Article
- Wirtschaft. Von Dr. J. Adler, Tel-Aviv.
- Date
- 1935-01-01
- Page
- Seite 35 (sequence 5)
- Language
- German
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Bedarf, wachsender Inlandsproduktion und wachsender Einfuhr fort, was eine etwas unregelmäßige Preisbildung zur Folge hat. Eisen: Auf Grund des ständig zunehmenden Bau- und Industriebedarfes und im Einklang mit der Situation in verschiedenen wichtigen Produktionsländern halten sich die Preise für Eisenträger, Beton-Armierungs-Rundeisen, Wellbleche, Orangenkisten-Beschlags-Bandeisen gut auf der Vormonats-Basis und lassen Neigung zum weiteren Anziehen erkennen. Die Eisengießerei der „Palestine Foundries und Metal Works, Ltd," in Haifa hat nuramehr zu arbeiten begonnen, worauf baldigst das Emaillierwerk folgten wird. Auch eine Preßgußabteilung soll dem Unternehmen angegliedert werden. Nichteis en-Metalle: Die Einfuhr von Kupfer-, Messing-, Aluminium-, Blei-, Zink- und Zinn-Halbfabrikaten ist bedarfsgemäß in weiterem Aufschwung begriffen, wobei allerdings die bisher gesunde Konstitution des Marktes sich dadurch zu verschlechtern beginnt, daß neue Importfirmen durch Schleuderpreise und oft etwas weitherzige Konditionen ins Geschäft zu kommen suchen. Es entwickelt sich hier also eine ähnliche Lage, wie sie bisher auf dem Armaturen- Markt bestand, wo heute allerdings schon eine gewisse Besserung sich anzubahnen scheint, nachdem die Preisunterbietung auf Kosten der Qualität viel Enttäuschungen für alle Beteiligten gebracht hat. Die Begeisterung, die die äußerst billigen japanischen Armaturen entfesselten, ist nämlich rasch wieder abgeflaut, und man kehrt zu den leistungsfähigeren Angeboten zurück. In diesem Zusammenhange ist es interessant, daß neuerdings englische Armaturen in größerer Menge auf den Palästina-Markt gelangen. 2. Gründungen. Im Dezember 1934 ging gegenüber dem Vormonat die industrielle und kommerzielle Gründungstätigkeit in Palästina quantitativ, an der Gesamtzahl der in die amtlichen Register neu eingetragenen Genossenschaften („Cooperative Societies"), Aktiengesellschaften („Companies"), offenen Handelsgesellschaften („Partnerships") und Kommanditgesellschaften („Limited Partnerships") gemessen, um 12 o/o zurück. Wie die nachstehende Uebersicht erkennen läßt, wirkte sich jedoch dieser Rückgang nicht auf alle Unternehmungsformen gleichmäßig aus, sondern betraf hauptsächlich die Genossenschaften, während die Gründung neuer Aktiengesellschaften einen starken Aufschwung erlebte. Amtlich publizierte Firmen-Eintragungen: Genossenschaften: 28 3 Aktiengesellschaften: 12 26 Offene Hanidelsgesellschaften: 74 72 Kommanditgesellschaften: 1 — Firmen-Eintragungen insgesamt: 115 101 Die neuen Genossenschaften waren diesmal durchwegs jüdische Gründungen, und zwar ein Konsumverein (in Herzliah), eine bäuerliche Spar- und Darlehenskasse (in Gan-Jawne) und eine landwirtschaftliche Siedlungsgenossenschaft (in Kfar-Iwri). Die neuen Aktiengesellschaften weisen gegenüber dem Vormonat nicht nur nach der Zahl der Firmen ein bedeutendes Plus auf, sondern auch hinsichtlich des von den Neugründungen repräsentierten Aktien-Kapitales: 329,200 pal. Pfund im Dezember gegenüber 156,500 pal. Pfund im November. An der Spitze der neuen Aktiengründungen des Dezember 1934 stehen in der Rangfolge der Kapitalbasis vier volkswirtschaftlich sehr bemerkenswerte