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Palästina · 1935-01-01 · Heft 1 (Januar 1935) · p. Seite 28

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Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 1 (Januar 1935)
Article
Jewish Agency. Von Spectator.
Date
1935-01-01
Page
Seite 28 (sequence 3)
Language
German
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mehr neue Elemente ins Land strömen und allmählich über die Alteinwanderer das Uebergewicht bekommen, um so schwieriger ist die Aufrechterhaltung der-, artiger Forderungen. In ihrem Kampfe für jüdische Arbeit hat aber die Histadruth und die jetzige Exekutive große Teile des zionistischen Bürgertums auf ihrer Seite. Durch die Fundierung der schwebenden Schuld sind die Mittel der Exekutive wieder etwas freier geworden. Zum ersten Male denkt man wieder an die Aufstellung eines Budgets für neue landwirtschaftliche Siedlungen. Die alten Siedlungen, Kwuzoth und Moachawim, sind heute in ihrer größeren Zahl bereits wirtschaftlich gefestigt und können auf eigenen Füßen stehen, da sie ihre Produkte günstig in den Städten verkaufen. Natürlich gibt es immer wieder Schwierigkeiten, aber man darf nicht vergessen, daß die Landwirtschaft in der ganzen Welt zu kämpfen hat und es heute nur in wenigen Ländern eine nichtsubventionierte Landwirtschaft gibt. Im ganzen großen also stellen die vom Keren Hajessod auf Keren Kajemeth-Boden gegründeten Siedlungen heute auch wirtschaftlich ein Aktivum dar. Es soll, nun ein neuer Vorstoß gemacht werden, was schon aus moralischen Gründen dringend notwendig ist, um gegenüber dem Wachstum der Städte auch die dörfische Siedlung, die ja ideell und physisch viel größere Anforderungen stellt, zu fördern. In diesem Zusammenhange verdient vor allem die Erwerbung der Hule- Konzession Erwähnung. Das Hule-Gebiet wird seit Jahren als eine große Chance der Siedlungsarbeit angesehen, doch sind auch die Kosten der Drainage sehr beträchtliche. Es ist ein gewaltiges Unterfangen, für das die Jewish Agency aliein gar nicht die materielle Verantworte!^ übernehmen kann. Dia Arbeit wird von anderen Körperschaften durchgeführt werden (Details an anderer Stelle). Moralisch und politisch aber trägt die Agency die Verantwortung, und auch die Auswahl und Plazierung der Siedler wird weitgehend von ihr abhängen. Durch die Sanierungsarbeiten wird auch das umliegende arabische Gebiet einen wesentlichen Gewinn haben. Dies wurde vom High Commissioner Sir Arthur Wauchope nach seiner Rückkehr aus England in einer in Palästina abgegebenen Erklärung auch ausgesprochen. Trotzdem hat in arabischen Kreisen die Vergebung der Konzession an die Juden scharfen Widerspruch geweckt, und auf diesem Gebiete wird noch genug zu tun übrig bleiben. Die Aussichten auf das Hule-Gebiet sowie die Pläne für sonstige Neukolonisation werden der nächsten Exekutive einen weit günstigeren Start geben. Neben der Kolonisationsarbeit der Exekutive geht gewissermaßen als Spezialressort die Arbeit der Abteilung zur Ansiedlung deutscher Juden einher. Diese Steile wurde bekanntlich auf dem Prager Kongreß unter dem Präsidium Dr. Weizmanns geschaffen und wird in Jerusalem von Dr. Ruppin und Dr. Georg Landauer verwaltet. Sie hat ihre eigenen Finanzen, entsprechend den in mehreren Ländern speziell für deutsche Juden durchgeführten Sammlungen. Auch diese Abteilung hat neben der Konsolidierung ihrer Arbeit ein Siedlungsprogrramm durchzuführen, da sie sich vor allem die ländliche Umschichtung deutscher Juden angelegen sein lassen muß; die städtischen können sich leichter selbst helfen. Die offiziellen Ziffern der Einwanderung im Jahre 1934 liegen noch nicht vor. Man wird aber nicht fehlgehen, wenn man mindestens 40.000 annimmt. Die letzte Zuteilung von Arbeiter-Zertifikaten im November betrug

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