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Palästina · 1935-01-01 · Heft 1 (Januar 1935) · p. Seite 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 1 (Januar 1935)
Article
Kultursiedlungen für Palästina [Nachricht]
Date
1935-01-01
Page
Seite 17 (sequence 5)
Language
German
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übertragbar. Die Naturalverpflegung für den Arbeiter allein, ohne Familie, inklusive Wohnung, macht etwa ein Drittel des vollen Lohnes aus. Hier werden also vorläufig nur 14 o/0 benötigt und 28 o/o später. 6. Die Baumaterialien kosten im rohen Zustande 17o/o und werden voll und bar bezahlt. 7. Der zur ganzen Siedlung notwendige Boden kostet im Urzustand etwa 8 o/o des Wertes des zukünftigen kompletten Objektes. Dieser Boden wird vom Nationalfonds in Erbpacht gegeben. Der momentane Geldbedarf beträgt also von dem Wert des fertigen Objektes (zirka) nur 32o/o, wozu später njoch 14o/o für die gestundeten und nicht als Baubeitrag kompensierten Löhne kommen. B. Die Geldbeschaffung. Die zukünftigen Bewohner der Siedlung, welche dort nicht nur eine billige und gute Wohnung, sondern auch eine Existenz erhalten werden, leisten altf Baubeitrag 24o/o des Bauwertes. Bei diesem Posten wird aber de facto nur die Hälfte einfließen, da für die andere Hälfte die Bauarbeiter ihre Lohnforderungen geltend machen werden. Der vorgeschlagene Baubeitrag ist gewiß sehr bescheiden. Sonst werden in Europa 50o/o und mehr von den Mietern als Baubeitrag verlangt, wozu noch ein hoher Mietzins kommt. In besonders berücksichtigungswürdigen Fällen kann der Nationalfonds oder ein Wohltätigkeitsverein den Baubeitrag bezahlen. Uebrigens stellt der Vorschlag nur eine Durchschnittszahl dar. Finanziell kräftige Parteien und solche, welchen durch die Siedlung zu einer besonders ausgiebigen Existenz verholfen wird, können auch stärker in Anspruch genommen werden, um dadurch anderen eine Erleichterung zu verschaffen^ Als notwendiger Bankkredit verbleiben also nur 20% des Bauwertes, wozu noch der Restlohn von 14o/0 kommt. Der Bankkredit wird mit 6 o/o verzinst und mit weiteren 2 o/o in 24 Jahren amortisiert. Der Lohnrückstand wird mit 4 o/o verzinst und mit weiteren 4 o/o in 18 Jahren amortisiert. Der Boden wird mit 3o/o verzinst und nicht amortisiert. Das ganze Objekt ist also durchschnittlich nur mit 2-96 o/o pro anno belastet. Dieser Satz soll auf 3-50/o aufgerundet werden, womit die Versicherungs- und Verwaltungskosten gedeckt sind. Reparaturen braucht ein solider Bau in den ersten 18 Jahren ganz wenige und dann wird schon ein großer Betrag frei sein, welcher als Erneuerungsfonds angesammelt werden kann. Nach Abstattung der Bankschulden wächst der Erneuerungsfonds sehr rapid. Schon in 40 Jahren nach der Fertigstellung des Hauses könnten wir ein neues Haus ohne Bankkredit und ohne Baubeiträge bauen. In 50 Jahren könnte man sogar das neue Haus ohne jede Ersparungsmaßnahmen und Mitarbeit fertigstellen lassen. Der Bankkredit wäre in Wochenraten mit dem Wachsen des Hauses flüssig zu machen, wodurch die Sicherstellung der Bank noch weiter gefördert wird. Uebrigens ist eine 20 o/o ige Belehnung ganz minimal. Als weitere und wichtigste Sicherstellung des Geldgebers dient, daß die Wohnungen sehr billig sind und daß die meisten Parteien auch ihre Existenz im Hause haben. Solche Wohnungen bleiben gewiß nie unvermietet.

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