Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1934)
- Article
- Das Wirtschaftsbarometer November 1934
- Date
- 1934-12-01
- Page
- Seite 545 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2379786-2379916-2379925-2402793--18959-2403023- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
anziehenden Ptreisen, Piro 50 kg loko erzielen gegenwärtig litauische und lettländische Butter 5,800 (Vormonat 4,560 bis 4,750) Pfund, australische Butter, die gegenwärtig in besserer Beschaffenheit als bisher geliefert und daher am lokalen Markte als erste Qualität bezeichnet wird, 5,800 bis ß (Vormonat 4,750 bis 4,950) Pfund, österreichische Butter, die seit kurzem nur in Backbutter- Qualität eintrifft, 3,500 bis 4 Pfund. In dänischer und argentinischer Butter ist augenblicklich kein Angebot vorhanden. Wie man aus Bulgarien hört, beabsichtigt das dortige Landwirtscihaftsniinisterium, in nächster Zeit den Export nach Palästina zu organisieren. Interessant sind Pläne zum Aufbau einer palästinensischen Margarine-Industrie^ insbesondere mit indischen Nüssen als Rohstoffbasis. Was Käse betrifft, so ist bei den importierten Sorten vaugenblicklich ein Anziehen der Preise bemerkbar. Auch der inländische Weichkäse tendiert etwas fester als im Vormonat, und zwar erzielen, pro südpalästinensische Okia (240,6 Gramm), die magere Qualität —,016 Pfund, die halbfette Qualität —,020 Pfund und die fette Qualität —,028 Pfund. Kons e r v e n. Das Geschäft in kondensierter Milch hat sich in den letzten Wochen etwas abgeschwächt, da der scharfe internationale Konkurrenzkampf jetzt auch nach Palästina übergreift; insbesondere werden amerikanische Produkte, unter Ausnutzung des Dollarkurses, sehr billig offeriert. Der Fisch konsierven -Markt wird durch die kühlere Jahreszeit weiterhin angeregt; bei überraschend reichhaltiger Auswahl — und Konkurrenz — der Provenienzen und Sorten, die alles frühje|r Gebotene erheblich übertrifft, ist das Preisniveau äußerst tief. Auch das F1 eis cihk on serven- Geschäft beginnt sich allmählich zu beleben;; insbesondere liegen polnische und lettländische Offerten vor. Von Obst- und Gemüsekonserven interessieren hauptsächlich italienische Kirschen, Singapore-An&nas, südfranzösisehe Erbsen, englische Mixed-Pickles und kalifornische Spargel. Leder. Das Verbrauchsgeschäft hat nach den ersten Regelfällen nunmehr flott eingesetzt. Zur Deckunng des zusätzlichen Bedarfes an Sohlenleder — zu 80o/o ist er bereits durch Inlandsproduktion versorgt — kamen größere amerikanische Sendungen herein. Was Oberleder betrifft, so wurden umfangreiche Ankünfte von amerikanischem und englischem Chevreaux, von ungarischem Boxealf und von englischem Rindbox gemeldet. In Gummi-Abs ätzen hat sich ein palästinensisches Fabrikat gut eingeführt und konkurriert lebhaft mit dem bisher vorherrschenden ungarischen Erzeugnis. Augenblicklich notieren, wais Sohlenleder betrifft, pro südpalästinensische Occa (1,442 kg) Kernleder je nach Qualität, bis zu —,240 (Vormonat —,230) Pfund und beste Croupons bis zu —,260 (Vormonat —,240) Pfund. Für Oberleder werden zurzeit pro Quadratfuß (930 Quadratzentimeter) folgende Preise genannt: Chevreaux bis —,090 (Vormonat —,080), Boxcalf und Rindbox unverändert bis zu —,060 Pfund. Baumwollwaren. Da in letzter Zeit in Tel-Aviv und Haifa, auf Grund des stark zunehmenden Bedarfes, verschiedene neue Fabriken für Arbeiter*- kleidung und Arbeitshosen entstanden sind, so zeigt der Import einfarbiger Baumwollstoffe neuerdings eine lebhafte Steigerung, Das wichtigste Bezugsland ist Großbritannien; doch tritt gegenüber den Erzeugnissen Lancashiresi die japanische Konkurrenz immer mehr hervor. Da im Mär|z 1935 die zweijährige Frist seit Japans Austritt aus dem Völkerbunde ablaufen und Japan dann keinen Anspruch mehr auf die palästinensische Meistbegünstigung haben wird, so wird in palästinensischen Textil-Fachkreisen die Frage viel