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Palästina · 1934-12-01 · Heft 12 (Dezember 1934) · p. Seite 534

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 12 (Dezember 1934)
Article
Die Entwicklung des Chemikalien-Außenhandels und die Struktur der chemischen Industrie Palästinas
Date
1934-12-01
Page
Seite 534 (sequence 3)
Language
German
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534 Teerfarbstoffen stetig zunimmt. 1933 (1932) wurden am Teerfarbstoffen 27 (18,5) t im Werte von 6600 (4250) Pfund importiert, außerdem 14 (3,9) t andere Farbstoffe für fast 1450 (750) Pfund. Die Einfuhr stammt überwiegend aus Deutschland, zum kleineren aus Großbritannien; an dritter Stelle folgt Syrien. Anders liegen die Verhältnisse bei Mineralfarben und Lacken; hier erreichte die Einfuhr 1933 (1932) 1056 (734) t im Werte von über 39.300 (fast 24.500) Pfund, wozu für die inländische Farben- und Lackindustrie, die ebenfalls an Umfang gewinnt, u. a. 126 (75) t Harz und Gummen kommen, sowie 23 (16) t Buchdruckfarben für mehr als 4150 (2770) Pfund. An Waschblau wurden 63 (54) t für 3536 Pfund importiert. An .erster Stelle steht unter den Mineralfarben-Einfuhrländern Großbritannien, dem Deutschland und Holland folgen; Belgien, das zurückgedrängt wurde, rangiert an 4. Stelle, gefolgt von Oesterreich und Frankreich. Einige Farben und Lacke werden schon exportiert, vornehmlich nach Syrien.3) Es folgen die Kosmetika und Toiletteseifen mit rund 42.000 Pfund für 1933. Davon entfielen auf Kosmetika und Parfüms fast 32.150 Pfund gegenüber 25.260 Pfund im Vorjahre, auf Toiletteseifen 31 (15) t im Werte von über 2600 (1226) Pfd. und auf Zahnpflegemittel fast 6000 Pfd. Die Parfüms kommen seit Jahren vornehmlich aus Frankreich-, Deutschland liefert sie für rund 2000 Pfund jährlich und Syrien, an dritter Stelle, stetig zunehmende Mengen. Kosmetische Präparate stammen zum Großteil aus Großbritannien, das Frankreich schon 1931 überflügelt hat, an dritter Stelle folgt Deutschland, an vierter die U. S. A.4) Die Einfuhr von S;cihw er-Chemikalien ist merkwürdigerweise nicht größer als die von kosmetischen Mitteln: sie erreichte 1933 einen Wert von 42.000 Pfund, das sind um 5o/o mehr als im Vorjahre. Zu ^erwähnen sind hiei» vor allem verschiedene Natriumsalze für die in Palästina ja sehr verbreitete Seifenindustrie, und zwar für 1933 (1932) 1189 (1122) t Aetznatron im Werte 7von über 12.700 (12.500) Pfund, Soda fast 300 (200) t für 2111 (1375,) Pfund, Niatriumbicarbonat für 714 (437) Pfund, Glaubersalz für über 100 (80) Pfund, andere Natriumverbindungen für 885 (385) Pfund, überdies 178 (210) t Chlor im Werte von 3534 (3485) Pfund, letzteres hauptsächlich für die Bromfabrik am Toten Meere bestimmt. Die erwähnten Produkte wurden größtenteils, wenn nicht zur Gänze, aus Großbritannien bezogen; einzelne Waren kamen auch aus Aegypten, bzw. Rußland, Chlor fast ausschließlich aus Frankreich. An Kaliumchlorat wurden 58 (49) t für über 2100 (1700) Pfund, insbesondere aus Deutschland, aber auch aus Schweden importiert — für die Zündholzfabrik in Akko —, von den Gerbereien überdies 4,3 (8,2) t Chromalauni für fast 150 (221) Pfund, schließlich 38 (17) t Magnesiumsulfat für über 250 (214) Pfund, Silbernitrat für 192 Pfund, 16 (4) t Holzkohle für 93 (60) Pfund — andererseits 3) Mit der Erzeugung von Farben und Laaken befassen sich insbesondere die Firmen Gedaliahu Schkolnik in Tel-Aviv und Venezia & Berisi in Jaffa. Von den vielen Importeuren kann hier keiner genannt werden. 4) Kosmetika, aber auch ätherische Oele bezw. Parfüms erzeugen in Tel- Aviv die Firmen „Hashmesh", „Karmen", P. Lamm, „Leo", S. Silber und Wishansky & Co., weiters die Jaffa Orange Products Coop. Soc. in Rechobothj, Marcus Kuzai in Jaffa, Levy Bros, in Artuf, „Pica" Perfum Factory in Benjamina^ Dr. Schneider sowie „Shulamith" in Haifa.

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