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Palästina · 1934-12-01 · Heft 12 (Dezember 1934) · p. Seite 525

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Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 12 (Dezember 1934)
Article
Die arabische Bewegung in Palästina im Jahre 1934
Date
1934-12-01
Page
Seite 525 (sequence 5)
Language
German
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Saud und in arabischen Kreisen verstärkte sich die Ueberzeugung, daß diese Delegation Syrien, auf dessen Thron der Emir Ali prätentiert, dem Hause Ibn Sauds näher bringe: Man kann nicht mit Sicherheit sagen, daß diese Ueberzeugung hundertprozentig begründet ist. Aber es ist kein Zweifel, daß im nationalen Syrien, das an seinen Erfolg gegen Frankreich verzweifelt, eine Strömung überhandnimmt, die einen Ausgang aus der Verwirrung mit Hilfe der Saud-Dynastie sucht. Wenigstens in den Augen der haschemitischen Familie, die im Mufti einen Vermittler zwischen den syrischen Nationalisten und Ibn Saud sah, erschien die Situation so. Wie wirkten diese Angelegenheiiben aber auf die arabische Bewegung im Lande? Die Gegner des Mufti, in der Gruppe der muselmanischen Opposition organisiert, nützten die Erweiterung der Kluft zwischen dem Emir und dem Mufti aus, um den letzteren in die internen Verhältnisse des Lances tiefer hineinzuziehen. In dem dauernden Kampf zwischen der Opposition (an deren Spitze Naischasdhibi, der Bürgermeister von Jerusalem, steht) und zwischen dem Mufti um die Herrschaft in der arabischen Bewegung im Lande, hat der Mufti gesiegt. Und man ist der Meinung, daß im Falle von allgemeinen und demokratischen Wahlen der Mufti die entscheidende Mehrheit erhalten wird. Und während der Mufti im Lande eine in vielen Kreisen und speziell bei den Extremisten und auch bei der Jugend verehrte Persönlichkeit ist, verfügt die Opposition über keine solche. Daher ist Abdallah für die Opposition ein Treffer. Er verdient es., wegen seiner Abstammung und (seiner Position, dem Mufti ententgegengestellt zu werden. Zwar hatte der Emir früher Gründe, die ihn von dem Versuch abhielten, mit dem Mufti zu konkurrieren. Aber die Friedensdelegation nach Arabien hat all diese Hemmnisse beseitigt. Der Emir fügte sich der Forderung der Opposition, als diese erklärt hatte, daß die Einsetzung des Emirs als Herrscher zu beiden Seiten des Jordans die Lösung aller Konflikte auf diesem Gebiete sei. Es wurde eine Reisetournee des Emir im Lande organisiert. Das Volk strömte zwar nicht dem Emir entgegen, aber die arabischen Aristokraten, aus denen die muselmanische Opposition zusammengesetzt ist (Jugend hat sie keine), haben sich ein wenig ennannt und sich um den Emir konzentriert. Dies war ein direkter Angriff auf den Einfluß des Mufti im Lande. Der Emir hat gegen das Wachstum des Einflusses des Mufti innerhalb der begüterten arabischen Schichten einen Damm aufgerichtet und in gewissen Fällen zur Verringerung desselben beigetragen. Und als der Emir aus London zurückkam, erwies ihm die Regierung in der Station Jerusalem königliche Ehren. Der Mufti kam, um ihn zu empfangen und das ganze Volk war Zeuge der großen Ehrung. Es wurde der Eindruck erweckt, daß die britische Regierung, die in der Vergangenheit dem Mufti zur Erreichung einer so hohen Stellung verholfen hatte, gerne die Bemühungen des Emir sieht, sich Einfluß im westlichen Jordangebiete zu erringen. Ein solcher Eindruck vermochte unter den in Palästina herrschenden Bedingungen für alle Fälle den inneren Riß zu vergrößern und den innerparteilichen Kampf zu verschärfen, der die höchste Spannung erreicht hatte, und zerstörte faktisch die Institution, 3i'e bisher, wenn auch schwach, die aktiven arabischen Gruppen in einem Lager vereint hatte: Die arabische Exekutive. Wenn anfangs (1919—1920) diese Exekutive eine Institution zur Erreichung eines gemeinschaftlichen Zieles war, das damals als real und bald zu verwirklichen erschien, so verwandelte sie sich im Laufe der Jahre mit der Entfernung

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